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Tierwohl

Tierwohl: Neue Chancen für Schweinehalter

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Josef Koch , agrarheute
am
03.05.2018

Rund 10 Mio. Euro hat die Initiative Tierwohl übrig. Daher gibt es eine neue Anmeldungsrunde für Schweinehalter.

Wer als Schweinehalter Interesse hat, nachträglich an der Initiative Tierwohl teilzunehmen, bekommt jetzt die Möglichkeit dazu. Die Initiative startet eine weitere, zusätzliche Registrierungsphase für Schweinehalter. Bis zum 6. Juli 2018 können sich Schweinehalter, die Sauenhaltung, Ferkelaufzucht und/oder Mast betreiben, über einen Bündler registrieren lassen.

10 Mio. Euro stehen bei der Initiative Tierwohl zur Verfügung

Einen entsprechenden Bündler können die Landwirte aus einer von der Initiative Tierwohl auf ihrer Webseite (www.initiative-tierwohl.de) veröffentlichten Liste auswählen und ab sofort kontaktieren. Zur Registrierung sind auch Betriebe zugelassen, die in der Vergangenheit abgemeldet wurden oder ausgeschieden sind.

Wie die Initiative auf Anfrage mitteilt, stehen rund 10 Mio. Euro zur Verfügung, weil zuletzt einige Betriebe ausgeschieden sind. Die Bestätigung über die Zulassung zur Teilnahme werden die Tierhalter im August erhalten. Danach können sie die Teilnahme bis zum gewählten Umsetzungsstart vorbereiten. Die Laufzeit für die Teilnahme endet spätestens mit dem 30. Juni 2021.

Tierhalter können Starttermin wählen

Jeder Tierhalter kann einen Starttermin für die Teilnahme an der Initiative Tierwohl zwischen dem 1. Oktober 2018 und dem 28. Februar 2019 frei wählen. Zu diesem Termin müssen zwingend alle Grundanforderungen und Wahlkriterien erfüllt sein. Die Umsetzung von Grundanforderungen und Wahlkriterien wird zum Start und dann jeweils mindestens zweimal pro Jahr durch Audits überprüft. Verstöße führen zum Ausschluss aus der Initiative, Tierwohlentgelte müssen dann gegebenenfalls zurückerstattet werden.

Weder der von den Tierhaltern gewählte Starttermin, noch der Zeitpunkt der Registrierung entscheiden über die Reihenfolge der Aufnahme in die Initiative Tierwohl. Sollten sich mehr Betriebe registrieren, als Budget zur Verfügung steht, wird nach dem Zufallsprinzip entschieden.

Tierwohl: Gutes für die Sauen

Britta Becke am Sauenstall mit Auslauf
Bereits seit vielen Jahren bietet Britta Becke ihren Sauen im Wartebereich Frischluft und Stroh an. Sie achtet dabei penibel auf die Qualität der Einstreu in den überdachten Ausläufen. © Uwe Bräunig
Sau mit Ferkeln
Mithilfe eines ausgeklügelten Ammensystems konnte die Zahl der Ferkel an der Sau auf 12 bis 14 reduziert werden. Seitdem gibt es bei den Saugferkeln weniger Gelenkverletzungen und die Absetzgewichte sind gestiegen. © Uwe Bräunig
Britta Becke bei Geburtsüberwachung
Für Britta Becke ist die Betreuung der Sauen rund um die Geburt inklusive der Versorgung der neugeborenen Ferkel ein wichtiger Baustein für mehr Tierwohl und hohe Leistungen im Sauenstall. Am Hauptabferkeltag wird nahezu rund um die Uhr eine Ferkelwache durchgeführt. © Uwe Bräunig
Saugferkel am Wassernapf
Den Saugferkeln wird bereits kurz nach der Geburt zusätzlich Wasser angeboten. Vor der Prestartergabe ab etwa zehntem Lebenstag erhalten sie noch über zwei Tage krümeligen Torf, dem etwas Eisenpulver untergemischt wird. © Uwe Bräunig
Britta Becke im Deckstall
Im Deckbereich wurden die Kastenstände entsprechend den Thüringer Vorgaben umgebaut und sind jetzt entsprechend der Größe der Sauen bis zu 86 cm breit. © Uwe Bräunig
Sauen in Freilaufbucht
Zwei Abteile des Deckstalls wurden bereits sehr komfortabel auf Freilauf umgerüstet. Die Sauen kommen spätestens am neunten Tag nach der Besamung in die Gruppe. © Uwe Bräunig
Sauen im Auslauf mit Stroh
Die tragenden Sauen genießen das „Strohbad“ in den Ausläufen sichtlich. Nicht zu unterschätzen ist allerdings der damit verbundene Arbeitsaufwand und das Risiko einer Mykotoxinbelastung. © Uwe Bräunig
Kalken des Abferkelabteils
Nach jedem Durchgang werden die Abferkelabteile zusätzlich zur normalen Desinfektion gekalkt. Krankheitserreger sollen so kein leichtes Spiel haben.   © Uwe Bräunig
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