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Schlachtschweine

Tönnies erhebt zukünftig Gebühren für Bezahlungsziele

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Katharina Krenn, agrarheute
am
05.07.2017

Tönnies erhebt zukünftig ein Skonto bei kurzfristigen Zahlungszielen von Lebendvieh. Bei dem aktuellen Preisniveau wären das 50 Cent pro Tier.

Vor zwei Wochen hat Tönnies seine Abrechnungsmaske für Masteber geändert. „Nun hat sich das marktführende Schlachtunternehmen eine weitere Möglichkeit einfallen lassen, an seinem Bezahlsystem zu schrauben“, stellt der Schweinehalterverband ISN fest. Denn ab dem 10. Juli 2017 will Tönnies seinen Einsendern ein Skonto in Höhe von 0,3 % berechnen.

50 Cent Abzug pro Tier

Seit mehr als zehn Jahren hat Tönnies im Einkauf von Lebendvieh ein Zahlungsziel von nur fünf Tagen. Diese Leistung möchte sich Tönnies zukünftig in Form des Skontos honorieren lassen und im Gegenzug dafür weiterhin alle Kosten für die notwendige Kapitalbindung und die Verzinsung der frühzeitigen Bezahlung tragen.

Beim aktuellen Preisniveau entspreche das laut ISN einem Abzug von rund 50 Cent pro Tier. Das neue Skonto soll bereits ab dem 10. Juli berechnet werden.

Landwirte sind die Verlierer

Die ISN sieht hinter der zukünftigen Berechnung eines Skontos eine indirekte Vorkostenerhöhung, die den Viehhandel, "der von hohen Umsätzen und kleinen Margen geprägt ist, in Zugzwang versetzt und die er erfahrungsgemäß an seine Lieferanten weiterzugeben versucht". Verlierer seien somit Landwirte und Viehhändler.

Mit Material von ISN

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