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Aus der Wirtschaft

Tönnies nimmt Maskenänderung zurück

von , am
13.02.2014

Erst im Januar hatte Tönnies für den Schlachtbetrieb in Weißenfels eine Maskenänderung bekannt gegeben. Mit Wirkung zum 6. Februar wurde diese jetzt wieder zurückgenommen.

Durch die Einbindung der Ferkelerzeugerstufe bekommt Tönnies einen unmittelbaren Zugriff auf die Mastbetriebe. © landpixel
Mit Wirkung vom Donnerstag, 6. Februar nimmt das zur Tönnies-Unternehmensgruppe gehörende Fleischwerk in Weißenfels die Korrekturfaktoren für Schweine, die nach FOM abgerechnet werden, zurück. Wie die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) mitteilt, wurden die Lieferanten diese Woche mit einem Schreiben über die geänderte Abrechnung informiert.
 
Die neue Abrechnung war erst Anfang des Jahres eingeführt worden. Damit hatte man die FOM-Abrechnungsmaske an die der Standorte in Rheda-Wiedenbrück und Sögel angeglichen.

ISN zieht Begründung in Zweifel

Als Begründung für die jetzige Rücknahme habe man nach Berichten der ISN folgendes angegeben: "Wir stellen fest, dass noch Nachholbedarf bei der Umsetzung in der Landwirtschaft besteht."
 
Die Interessengemeinschaft bezweifelt jedoch, dass dies der wahre Grund für die Rücknahme der Maskenänderung gewesen ist. Die neue Maske hätte zu deutlichen Nachteilen insbesondere bei der Abrechnung von Schweinen mit geringeren Indexpunkten geführt. Und dies könnte nach Einschätzung der ISN im Januar wiederum für eine nennenswert geringere Anlieferung von Schlachtschweinen geführt haben.
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