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Ebermast

Nach Tönnies passt auch Westfleisch die Ebermaske an

Eber in einer Mastanlage
Maren Diersing-Espenhorst, dlz agrarmagazin
am
06.07.2017

Die Luft bei der Vermarktung von Mastebern wird dünner. Neben Tönnies passt jetzt auch Westfleisch die Ebermaske an. Dies führt zu Preisabzügen.

Wie erwartet hat auch Westfleisch eine Anpassung ihrer Ebermaske angekündigt, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. (ISN). Ab dem 31.07.17 erfolgt die Bewertung der Jungeber nach einer neuen Maske. Damit reagiert das Unternehmen auf die neuen Marktbedingungen nach Änderung der Ebermaske durch Tönnies. Der Preisabzug solle in gleicher Größenordnung erfolgen wie beim Wettbewerber, so die Westfleisch.

Änderungen der Westfleisch-Maske

  • Die Bewertung der Schinken zwischen 17 und 20,5 kg wird zukünftig mit 2,2 Punkten (vorher 2,3 Punkte) bewertet. Von 20,51 bis 21 kg sind es 2,1 Punkte (bisher: 2,15 Punkte).
  • Die Bewertung der Bäuche ändert sich > 62 Prozent BFL auf 1,3 Punkte (vorher: 1,4 Punkte).
  • Die Systemgrenze wird mit der neuen Maske von 1,05 auf 1,03 heruntergesetzt.

Schweinhalter bleiben auf Kosten sitzen

Bei Tönnies führt die neue Ebermaske nach ISN-Kalkulation zu einer Preissenkung um etwa 3 bis 5 Cent pro kg Schlachtgewicht. Die finanziellen Auswirkungen der Anpassung der Westfleischmaske sind nach ersten Berechnungen für die meisten Partien fast identisch. Es ist zu erwarten, dass auch weitere Schlachtunternehmen reagieren werden.

Mit Material von ISN
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