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Schwein

Tönnies will Ebermaske einführen

von , am
21.05.2010

Rheda-Wiedenbrück - Tönnies will noch in diesem Jahr eine spezielle Ebermaske einführen. Die Bezahlung soll sich künftig stärker am Handelswert der Tiere orientieren.

© agrarfoto.com

Am 15. November 2010 soll eine neue, spezielle Ebermaske eingeführt werden, die Abschläge für Unter- und Übergewichte vorsieht, meldet die ISN. Die neutrale Zone reicht künftig von 85 bis 103 Kilo Schlachtgewicht (SG).

Bei leichteren und schweren Tieren werden zwei Cent/kg Unter- bzw. Übergewicht abgezogen. Zudem soll es Zu- und Abschläge je nach Muskelfleischanteil im Bauch geben. Dazu werden die bei der AutoFOM-Klassifizierung gewonnenen Werte genutzt. Bei Ebern unter 51 Prozent Bauchfleischanteil (BFL) wird ein Cent/kg BFL abgezogen. Magere Eber zwischen 53 und 58 Prozent BFL erhalten einen Bonus in Höhe von einem Cent je Prozent BFL, wenn sie über 90 kg SG wiegen. Der bisher übliche Basisabzug vom Nordwestpreis für Eber soll im Gegenzug von derzeit vier auf drei Cent/kg SG gesenkt werden.

Das Schlachtunternehmen Tönnies vermarktet seit zwei Jahren Eber. Zurzeit sind es rund 12.000 pro Woche. Bislang wurde für die unkastrierten Tiere ein Festpreis bezahlt.

Genau rechnen

Für Ebermäster wird es künftig durch die neue Regelung noch wichtiger, Tiere vor dem Verkauf sorgfältig zu sortieren. Eindeutige Verlierer sind Partien mit überschweren Ebern und fetten Bäuchen. Die ISN sieht die Einführung der Maske kritisch. Sie empfiehlt jedem Mäster, sich genau durchzurechnen, ob die Ebermast mit Einführung dieser neuen Maske noch rentabel ist. (isn/dlz agrarmagazin/jo)

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