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Schweineschlachtungen

Tönnies will mehr Schweine in Rheda schlachten

Werksgebäude des Unternehmens Tönnies
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Anke Fritz, agrarheute
am
12.05.2017

Aufgrund der hohen Nachfrage will Tönnies in Rheda die Schweineschlachtungen um 17 Prozent erhöhen. Pro Tag sollen dann ca. 30.400 Schweine geschlachtet werden.

Die Tönnies-Gruppe hat sich gerade neu geordnet und ihren Familienstreit beigelegt. Jetzt gibt es neue Pläne. Das Unternehmen Tönnies will am Standort Rheda-Wiedenbrück künftig mehr Schweine zu schlachten. Die Schlachtkapazität soll demnach von 3.000 Tonnen Lebendgewicht pro Tag auf 3.500 Tonnen erhöht werden. Der entsprechende Antrag liegt dem Kreis Gütersloh vor, berichtet die Neue Westfälische.

Schlachtungen von 26.000 auf 30.000 Schweine pro Tag

Statt wie bisher 26.000 Tiere könnte Tönnies in Rheda dann zukünftig 17 % mehr, als ca. 30.400 Schweine  pro Tag verarbeiten. Die hohe Nachfrage am Markt sei Grund für die Planung, erklärte Geschäftsführer Josef Tillmann gegenüber der Neuen Westfälischen.

Weder ein Werksausbau noch neue Arbeitsplätze seien für die Erhöhung der Schlachtmenge notwendig, so Tillmann. Die Kapazitätssteigerung, welche sich vermutlich über mehrere Jahre hinziehen wird, werde durch eine verbesserte Arbeitsorganisation und neue Maschinentechniken umgesetzt. Die technische Umrüstung soll unter anderem im Bereich der Zerlegung erfolgen, wo neue Sägen die Arbeitsgeschwindigkeit beschleunigen sollen.

Mehr LKW-Verkehr durch Ausweitung der Schlachtkapazität

Die Ausweitung der Schlachtkapazität bewegt sich im geltenden Bebauungsplan. Auswirkungen sind jedoch in Bezug auf Gerüche und den LKW-Verkehr zu erwarten, weshalb dem Kreis Gütersloh ein Antrag zur Genehmigung nach Bundesimmissionsschutzgesetz vorliegt. Wie bei solchen Verfahren üblich liegen die Unterlagen ab kommenden Montag einen Monat zur öffentlichen Einsicht aus.

Mit Material von ISN
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