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Schlachtindustrie

Tönnies will in Russland und Serbien weiter wachsen

Werksgebäude des Unternehmens Tönnies
Josef Koch, dlz agrarmagazin
am
26.06.2017

Das Schlachtunternehmen Tönnies arbeitet stetig weiter an seinem Expansionskurs. Aktuell plant Tönnies den Bau eines Schlachthofes in Russland, außerdem sind Investitionen in serbische Schweinefarmen vorgesehen.

Clemens Tönnies

Das Schlachtunternehmen Tönnies plant im Süden von Russland in der Region Belgorod einen neuen Schlachthof. Die Kapazität soll bei 728.000 Schweinen pro Jahr liegen, berichtet Global Meat News. Die Investitionssumme solle bei etwa 90 Mio. Euro liegen. Unternehmenssprecher Dr. André Vielstädte hat allerdings konkrete Baupläne mit einer konkreten Kapazität in der genannten Höhe nicht bestätigt, berichtet die ISN.

Tönnies interessiert sich für 100 ha Land in Serbien

Auch gegenüber der serbischen Regierung soll Tönnies Interesse an der Pacht von 1 km² Land in fünf Gemeinden Serbiens für 30 Jahre bekundet haben, um in Schweinefarmen zu investieren. Das berichtet Global Meat News und beruft sich auf den serbischen Landwirtschaftsminister Branislav Nedimovic. In Serbien gebe es nicht genügend Schlachtschweine, aber mit der Technologie des Unternehmens Tönnies werde es ein ausreichendes Lebendangebot geben und Serbien werde die Schlachtbranche weiterentwickeln können, so der Minister.

Das Engagement von Tönnies in Serbien geht auf eine Vereinbarung im Jahr 2015 zurück. Deshalb kündigte Tönnies im vergangenen Jahr an, in den nächsten Jahren 300 Mio. € in die Schweinehaltung und Schlachtung im Land zu investieren. Das Ziel soll sein, an die 3 Mio. Schweine in Serbien zu produzieren.

Tönnies-Tochter will Wursthersteller Astro übernehmen

Auch in Deutschland baut Tönnies seine Marktposition weiter aus. Die künftig zum Unternehmen gehörende Zur-Mühlen-Gruppe hat Interesse an der Übernahme des Wurstherstellers Astro bekundet.

Die Zur-Mühlen-Gruppe, die künftig direkt zum Tönnies-Konzern gehören wird, hat Interesse an der Übernahme des Wurstherstellers August Strothlücke (Astro) in Verl. Noch offen scheint derzeit zu sein, ob bei einer Einigung der komplette Betrieb oder nur Teile des Unternehmens übernommen werden. Die Zur-Mühlen-Gruppe hat beim Bundeskartellamt bereits einen Antrag zur Genehmigung der Übernahme gestellt.

Neben der Zur-Mühlen-Gruppe gebe es auch weitere potentielle Investoren, was auch Rechtsanwalt Andreas Romey, der Astro im laufenden Insolvenzverfahren berät, der Glocke gegenüber bestätigt haben soll. Nun beginnen die Verhandlungen mit dem Betriebsrat, der beim Verkauf ein Mitspracherecht hat.

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