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Zucht

Topics züchtet Sauenlinien für Ebermast

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von , am
18.11.2013

Das Zuchtunternehmen Topigs will Schweine züchten, deren männliche Nachkommen weniger Ebergeruch produzieren. Mit der Sauenlinie soll die Anzahl geruchsbelasteter Eber halbiert werden.

Die AMPs ersetzen derzeit unvollständig die Antibiotika bei der Flüssigkonservierung von Ebersperma. © Mühlhausen/landpixel
Bei etwa 4,5 Prozent der unkastrierten Schweine tritt noch der unerwünschte Ebergeruch auf. Das niederländische Schweinezuchtunternehmen Topigs will jetzt Sauen züchten, deren unkastrierte Nachkommen weniger Ebergeruch haben. Wie die Firma mitteilte, wurde dieses Zuchtziel bislang nur mit einer eigenen Eberlinie verfolgt. Die Ausdehnung auf die Zuchtsauenlinien lasse erwarten, dass die Anzahl der Mastschweine mit Ebergeruch in fünf Jahren halbiert werden könnte.
 

Neue Methode zur Sauenzucht

Bei der Sauenzucht solle nun eine neue Methode angewendet werden, die im Gegensatz zu anderen Verfahren nicht die Fruchtbarkeit der Sauen beeinträchtige. Die Ebergeruch hervorrufenden Substanzen Androstenon und Skatol beeinflussten nämlich gleichzeitig auch die Fruchtbarkeit. Um das zu verhindern, verlasse sich der Züchter unter anderem auf die genomische Selektion.

Eberlinie Nador mit geringer Vererblichkeit

Bisher hat Topigs männliche Tiere mit einer geringen Vererblichkeit von Ebergeruch gezüchtet. Diese Linie namens Nador ermögliche laut Unternehmen den Verzicht auf Kastration, wobei das Risiko des Ebergeruchs um 40 Prozent reduziert sei. Weitere Vorteile seien unter anderem eine höhere Futtereffizienz und ein besseres Tierwohlbefinden. Dies ermögliche den Mästern auch den Zugang zu neuen Einzelhandelskonzepten.
 
Der Züchter gehört eigenen Angaben zufolge zu den größten Zuchtgenetikanbietern der Welt und ist Marktführer in Europa; in den Niederlanden beläuft sich sein Marktanteil demnach auf 85 Prozent.

Ebermast als sinnvolle Alternative

 
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