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Schweinemarkt

Trotz knappem Angebot: Schlachter ziehen die Preisbremse

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Katharina Krenn, agrarheute
am
15.07.2016

Am EU-Schweinemarkt trifft ein knappes Angebot auf eine rege Nachfrage. Aber die deutschen Schlachtunternehmen zogen diese Woche die Preisbremse.

Das Preisbarometer zeigt auch in der laufenden Woche fast in ganz Europa weiter nach oben. Schlachtschweine werden zügig nachgefragt, gleichzeitig geht saisonal bedingt das Angebot an schlachtreifen Schweinen zurück. Quer durch Europa zeigen sinkende Schlachtgewichte die flotte Vermarktung.

Während in Nord- und Mitteleuropa der Sommer auf sich warten lässt, sorgen in Südeuropa heiße Temperaturen für geringere Tageszunahmen der Schweine und verknappen damit das Angebot zusätzlich.

Erzeuger müssen sich dem LEH beugen

Während jedoch in der Vorwoche die Preise am deutschen Schlachtschweinemarkt noch bis zu 3 Cent stiegen, haben die Schlachter diese Woche die Bremse gezogen, berichtet der agrarmanager. Nach ihren Angaben konnte der letzte Anstieg nicht am Fleischmarkt durchgesetzt werden, da der Lebensmitteleinzelhandel nicht bereit sei auf höhere Forderungen einzugehen.

Deshalb konnten die Erzeuger keinen erneuten Preisanstieg durchsetzen. Der VEZG-Preis blieb diese Woche damit bei 1,66 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht.

Marktlage bleibt zu Gunsten der Erzeuger

Trotz der Klagen von den Fleischmärkten über gesunkene Spannen bleibt das rückläufige Schlachtschweineangebot preisbestimmend. Es zeigen sich teils noch große Lücken in den Auftragsbüchern der Viehvermarkter, berichtet der Schweinehalterverband ISN. Die weitere Tendenz für die Schweinepreise sei also weiterhin positiv und mit mindestens unveränderten Preisen sei zu rechnen.

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