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Afrikanische Schweinepest

Im Überblick: Das Wichtigste zur Afrikanischen Schweinepest (ASP)

Afrikanische Schweinepest
© Fotoschlick/fotolia
von am
19.12.2017

Fast täglich gibt es neue Meldungen zur Afrikanischen Schweinepest. Wir fassen die wichtigsten Fakten zur ASP zusammen. Ein Krisenhandbuch zur ASP klärt auf, worauf im Ernstfall geachtet werden muss.

Afrikanische Schweinepest breitet sich Richtung Westen aus

Unruhige Zeiten für alle Schweinehalter: Konzentrierte sich die Ausbreitung der Schweinepest anfangs noch auf das Baltikum, Russland und die Ukraine so zeigen aktuelle Fälle, dass sich die Tierseuche nun auch Richtung Westen ausbreitet.

2017 konnte der Erreger erstmals auch an Wildschweinen in Tschechien und Rumänien nachgewiesen werden. Das Friedrich-Löffler-Institut hat das Risiko für eine Einschleppung nach Deutschland von "gering" auf "mäßig" hochgestuft.

Muster-Krisenhandbuch zur Afrikanischen Schweinepest

Der wahrscheinlichste Übertragungsweg der Afrikanischen Schweinepest über große Entfernungen ist der Mensch. Die Wildschweine in Tschechien, um Warschau herum und in Kaliningrad haben sich vermutlich über weggeforfene Speisereste infiziert. Der Verband der Fleischwirtschaft hat darauf reagiert und eine Arbeitgruppe aus Experten aus Mitgliedunternehmen und Behörden gebildet. Sie sollen die Situation bewerten und Maßnahmen für Schlachtbetriebe erarbeiten. Die Arbeitsgruppe hat zudem das unten zum Download angebotene Muster-Krisenhandbuch zur Afrikanischen Schweinepest für Schlachtbetriebe erstellt.

Das Handbuch bildet den Stand vom 4. Dezember 2017 ab und muss ständig überarbeitet werden. Dies betrifft vor allem die Neufassung der Schweinepest-Verordnung und die Ausführungen des Durchführungsbeschlusses 2014/709/EU im Falle eines ASP-Ausbruchs, die sich derzeit noch in der Planung befinden.

Maßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest

Für die Früherkennung und den richtigen Umgang im Seuchenfall müssen Behörden, Jäger und Landwirte eng zusammenarbeiten. Nur wenn rechtzeitig die richtigen Maßnahmen gegen die Tierseuche getroffen werden, besteht eine Chance, die weitere Ausbreitung zu verhindern.

Eine Hauptrolle spielen bei der Seuchenbekämpfung vor allem die Jäger. In einem Maßnahmenkatalog beschreibt der Deutsche Jagdverband zusammen mit dem Friedrich-Löffler-Institut welche jagdlichen Maßnahmen im Seuchenfall ergriffen werden.

ASP: Vorbereitungen für den Ernstfall

Um im Ernstfall auf die vollen Leistungen der Tierseuchenkasse zurückgreifen zu können, ist die Vorbereitung auf den Ernstfall essentiell. Wer im Vorfeld falsche Tierbestandszahlen meldet oder die Hygienemaßnahmen nicht streng einhält riskiert im Schadensfall empfindliche Leistungskürzungen.

Auch über den Abschluss einer Tierertrag-Schadensversicherung sollte man sich rechtzeitig Gedanken machen. Kosten für Leerstandzeiten zahlt Tierseuchenkasse nämlich nicht.

Was passiert bei einem Ausbruch der Schweinepest?

Wird das Virus an einem Tier festgestellt, so greifen sofortige Schutzmaßnahmen. Das Gebiet um den Ausbruchsort wird in mehrere Schutzzonen eingeteilt, in denen harte Regeln für den Landwirt gelten.

Es wird jedoch unterschieden, ob der Erreger an einem Haus- oder Wildschwein nachgewiesen wurde. Die genauen Maßnahmen sind in der Schweinepestverordnung geregelt.

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