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Ungarn: Schweinehalter gehen auf die Straße

von , am
01.04.2011

Budapest - Für bessere Verwertungsbedingungen haben in Budapest vor dem ungarischen Parlament 60 Schweinehalter demonstriert.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die EU-Kommission mit einer sinkenden Schweineproduktion gerechnet. Der Trend hat sich bestätigt. © landpixel
Wie aus der Balaton News zu entnehmen ist, hat die Furcht vor dem Existenzverlust die Erzeuger nun auf die Straße getrieben. Sie fordern von dem ungarischen Agrarministerium, dass es die darbenden Schweinehalter durch ein Kreditprogramm unterstützen soll.
 
Der Vorsitzende des Verbandes Ungarischer Schweinehalter, Antal Sákán, machte deutlich, dass es in Ungarn momentan wegen der hohen Futterkosten und der anderen Rahmenbedingungen nicht möglich sei kostendeckend zu produzieren.

Tausende Arbeitsplätze in Gefahr

Die Preise für lebendige Tiere lägen nur bei 310 Ungarischen Forint je Kilo, erläutert Sákán weiter. Zur Produktion werden aber mindestens 380 Forint benötigt, so dass hier ein Defizit für die Schweinehalter von 70 Forint je Kilo zu beklagen ist. Die ungarischen Schweinehalter gehen davon aus, dass durch die wirtschaftliche Situation mehrere tausend Arbeitsplätze in Gefahr sind. Darüber hinaus rechnen sie damit, dass einige 100.000 Schweine vom Markt verschwinden könnten. Dieser Teil könnte dann durch Importe gedeckt werden - besonders aus Deutschland, wo das Fleisch aus der Dioxinkrise noch in den Lägern sei, befürchtet Sákán. 
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