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Stand 28. Mai 2019: ASP-Impfung

Update: ASP-Impfstoff erst in acht Jahren?

Hand mit Spritze vor Schweinen
am
28.05.2019

Update: China will mit klinischen Studien zu einem ASP-Impfstoff starten. Laut des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums kann es allerdings noch bis zu acht Jahre dauern, bevor es einen praxistauglichen Impfstoff gegen die Afrikanische Schweinepest gibt.

Stand 28. Mai 2019: China kündigt klinische Studien zu ASP-Impfstoff an

Auch China kündigt klinische Studien für einen Impfstoff gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) an. Das staatliche Harbin Veterinary Research Institute hat laut Nachrichtenagentur Reuters zwei potentielle Impfstoffe entdeckt. Bei beiden wurde in Labortests nachgewiesen, dass sie eine Immunität gegen die Tierseuche bieten.

Im nächsten Schritt will die Chinesische Akademie der Agrarwissenschaften den Fortschritt von Pilot- und klinischen Studien sowie der Impfstoffproduktion beschleunigen. Auch die Chinesen gehen aber davon aus, dass noch viele Schritte erforderlich sind, bevor ein wirksamer Impfstoff auf den Markt kommt. So gäbe es alleine in China zwei Virusstämme und es sei unwahrscheinlich, dass ein Impfstoff gegen beide wirkt.

Stand 24. Mai 2019: ASP-Impfstoff erst in acht Jahren

Vor kurzem meldete das Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten (USDA), dass ein experimenteller Impfstoff gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) kurz vor der Zulassung steht.

Zudem zeigt eine neue Studie des VISAVET Health Surveillance Centre in Spanien, dass ein Impfstoff, der den Wildschweinen in Europa und Asien als Köder verabreicht wird, einen erheblichen Fortschritt in der Bekämpfung der ASP darstellen könnte. 

Jetzt warnt das USDA vor zu viel Euphorie: Ein effektiver und praxistauglicher Impfstoff gegen die Tierseuche könnte erst in acht Jahren zur Verfügung stehen.

ASP wirft viele Fragen auf

Die Afrikanische Schweinepest stelle laut des USDA die Schweinefleischindustrie und Forschung vor noch viele unbeantwortete Fragen. So seien bislang um die 20 verschiedenen ASP-Virustypen identifiziert.

Bis die Forschung genügend Wissen angesammelt hat, könnten noch Jahre vergehen - auch wenn laut des Ministeriums ausreichend Mittel und Ressourcen zur Verfügung stehen.

Handel soll trotz ASP in Nordamerika möglich bleiben

Gleichzeitig vereinbarten das Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten und die kanadische Lebensmittelkontrollbehörde (CFIA), den sicheren Handel fortzusetzen, falls die Afrikanische Schweinepest in einem der beiden Länder gemeldet wird. 

Es soll möglich sein, Schweine, Schweinesperma, Heimtierfutter und tierische Nebenprodukte sowie Fleisch in zugelassenen seuchenfreien Zonen zu handeln.

Das Einteilen in Zonen ist ein international anerkanntes Instrument, das zur Bekämpfung von Krankheiten und zur Erleichterung des internationalen Handels eingesetzt wird. Die Kontrollzonen im Falle eines Ausbruchs werden in Übereinstimmung mit den Richtlinien der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) festgelegt. Die Bereiche außerhalb dieser Kontrollzonen sind tierseuchen-freie Zonen.

Mit Material von www.wattagnet.com
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