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Aus der Wirtschaft

US-Schweinevirus: Frankreich erlässt Importverbote

© Abriel/Lfl
von , am
07.05.2014

Brüssel - Die Kommission fürchtet eine Einschleppung des für Schweine gefährlichen Durchfallerregers PEDV aus den USA. Frankreich hat bereits ein Einfuhrverbot für Länder mit Fällen der Krankheit erlassen.

Für Ferkel verläuft die Infektion mit dem Durchfall-Virus oft tödlich. © Mühlhausen/landpixel
Die EU-Kommission zeigt sich besorgt über das vermehrte Auftreten des Durchfallerregers Porcine Epidemic Diarrhea Virus (PEDV) in den USA. Das geht aus einem Brief hervor, den der zuständige Abteilungsleiter in der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher, Bernard Van Goethem, Mitte April an seine Amtskollegen in Washington schickte. Van Goethem ruft darin die US-Behörden auf, Brüssel umgehend detaillierte Informationen über den Erreger, die bisher aufgetretenen Fälle und die ergriffenen Maßnahmen zu senden.
 
Als erste EU-Land hat Frankreich nun Einfuhrverbote für Länder mit Ausbrüchen der Krankheit erlassen.
 

EU importiert wenig US-Schweine

Bei der Erkrankung handelt sich um eine neue Form des sogenannten Porcine Epidemic Diarrhea Virus (PEDV), der in den USA vor einem Jahr zu ersten Mal auftrat, sich seitdem wie ein Lauffeuer über 30 Bundesstaaten ausbreitete und auch nach Kanada schwappte. Besonders für Ferkel verläuft eine Infektion mit dem für Menschen harmlosen Erreger oft tödlich. China und Brasilien haben deshalb bereits Einfuhrverbote für lebende Schweine aus den USA verhängt. Nach Auskunft der Kommission beziehen europäische Erzeuger jährlich eine vergleichsweise geringe Zahl lebender Schweine aus den USA, hauptsächlich zu Zuchtzwecken. Von Juni bis Dezember 2013 wurden rund 200 Tiere importiert, weitere 50 während der ersten drei Monate dieses Jahres.

Marktreport: Schweinepreise unter Druck

 
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