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Aus der Wirtschaft

USA: Schweinepreise auf niedrigem Niveau

von , am
19.09.2012

Washington - In Europa haben sich die Schweinepreise im Lauf der letzten Wochen sehr positiv entwickelt. In den Vereinigten Staaten bleiben diese hinter dem europäischen Niveau zurück.

US-Farmer reduzieren derzeit ihre Bestände. Das führt zu einem größeren Angebot und damit zu niedrigeren Preisen. © Mühlhausen/landpixel
Zwar sind die Preise in den USA zuletzt etwas gestiegen - in den Wochen sind sie jedoch stark zurückgegangen und bleiben nach wie vor hinter dem europäischen Niveau zurück. So notiert der Oktober-Future für Magerschweine an der Chicagoer Warenterminbörse derzeit auf einem Kursniveau von ca. 73 Cent/lbs (1,26 Euro/kg). Gegenüber den im Juli notierten Kursen bedeutet diesen einen Rückgang von rund 15 Prozent.

Farmer reduzieren Bestände

Nach Angaben des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums stocken die US-Farmer bereits seit einiger Zeit ihre Schweinebestände infolge der hohen Futterkosten und wirtschaftlicher Verluste deutlich ab. Die Schweineschlachtungen lagen deshalb in den vergangenen Wochen merklich über dem Vorjahresniveau und führten zu einem Überangebot am Fleischmarkt mit entsprechendem Preisdruck. Laut Statistik des US-Agrarressorts waren Ende Juli bereits 20 % mehr Schweinefleisch im Lager als zum Vorjahreszeitpunkt.

Preise sollten 2013 wieder steigen

Die Preisdepression könnte sich Experten zufolge noch bis in das Jahr 2013 hineinziehen. Dann dürfte sich aber nach und nach der geschrumpfte Schweinebestand in einem knappen Angebot bemerkbar machen und die Preise wieder steigen lassen.
 
An der Warenterminbörse in Chicago liegen die Kurse für Futures mit Fälligkeit im Sommer 2013 derzeit nur noch knapp unter der 100-Cent-Marke, was umgerechnet einem Preisniveau von etwa 1,70 Euro/kg entspricht, so Agra-Europe. 

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