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Aus der Wirtschaft

USDA: Welthandel mit Schweinfleisch wächst

© contrastwerkstatt/Fotolia
von , am
19.02.2013

Während das USDA mit einer moderaten Zunahme des globalen Schweinehandels rechnet, geht die Europäische Kommission von einem Rückgang der europäischen Exporte aus.

Der VEZG-Preis bleibt mit 1,42 Euro unverändert. © Mühlhausen/landpixel
Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) erwartet für 2013 keinen Rückgang des globalen Handels mit Schweinefleisch. In seiner Prognose zur langfristigen Marktentwicklung rechnet das USDA für 2013 sogar mit einer moderaten Zunahme der Handelsmenge gegenüber 2012. Davon profitieren nach Meinung der US-Experten vor allem Brasilien und die Europäer sowie Mexiko.
 
 
 
 
Dagegen stagnieren die Ausfuhren der USA auf hohem Niveau und die kanadischen Exporte könnten 2013 leicht zurückgehen. Damit kommt das USDA jedoch zu einer etwas anderen Einschätzung als die EU-Kommission. Diese erwartet für das laufende Jahr einen Rückgang der europäischen Exporte um 15 Prozent (%).

Chinas Importe nehmen stetig zu

Grund für den im laufenden Jahr weiter wachsenden Welthandel sind nach Einschätzung des USDA die weiter zunehmenden Einfuhren Asiens sowie Mexikos und in Russlands. Die größten Zuwächse erwartet man jedoch bei den chinesischen Importen. Hier geht das USDA für 2013 nochmals von einer Zunahme der Importe von fünf Prozent auf 0,82 Millionen Tonnen (Mio. t aus). Damit ist China (ohne Honkong) nach Japan und Russland derzeit der drittgrößte Importeur von Schweinefleisch.

Welthandel wächst auch langfristig

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Dagegen bleibt die Einfuhrmenge beim weltweit größten Importeur Japan mit 1,26 Mio. t im Jahr 2013 relativ stabil. Russlands Importe könnten wegen der liberalisierten Einfuhrregelungen (WTO) hingegen moderat auf eine Million Tonnen zulegen. Während aber die Importe Chinas auch in den nächsten Jahren weiter kontinuierlich wachsen und das Reich der Mitte Russland wohl bald den zweitgrößten Importeur überholen wird, nehmen die russischen Importe stetig ab. Grund ist die weiter dynamisch wachsende russische Produktion.
 
Für Japan geht das USDA längerfristig ebenfalls von einer Zunahme der Importe aus, ebenso wie für Südkorea und Mexiko. Die Einfuhrmenge der aufgeführten neun Top-Importeure soll nach der Prognose des USDA bis 2020 nochmals um mehr als zehn Prozent zunehmen.

USDA erwartet für die EU mehr Exporte

Während das USDA die Ausfuhrmenge der USA für das laufende Jahr fast unverändert bei 2,47 Mio. t erwartet, sollen die Exporte der EU 2013 moderat auf 2,3 Mio. wachsen. Die Kommission selbst teilt diese Einschätzung allerdings nicht sondern hat ihre Erwartung an den europäischen Export sogar um 15 % gesenkt. Besonders dynamisch wachsen 2013 nach Meinung des USDA die Ausfuhren Brasiliens mit sechs Prozent auf 0,65 Mio. t. Dagegen geht der Export Kanadas, der Nummer drei im globalen Schweinefleischhandel, leicht auf 1,21 Mio. t zurück.

Langfristig baut die USA ihre Marktstellung aus

Langfristig gesehen erwartet das USDA für die EU nur wenig veränderte bzw. ganz moderate steigende Ausfuhrmengen. Diese Einschätzung teilt im Übrigen auch die Kommission. Dagegen rechnet das USDA für die USA selbst mit einem weiteren kräftigen Wachstum der Exporte in den nächsten Jahren. Bis 2012 sollen die US-Ausfuhren nochmals um rund zehn Prozent auf 2,76 Mio. t zulegen. Die Exporte Brasiliens sollen in diesem Zeitraum sogar um etwa 16 % auf 0,75 Mio. t wachsen.
 
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