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Nutztierhaltung

Verbraucher beurteilen Stallhaltung negativ

Mastschweine in Mastschweinebucht
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Wiebke Herrmann, agrarheute
am
08.06.2018

In der Landwirtschaft werden die meisten Tiere in konventionellen Ställen gehalten. Welchen Eindruck das auf Verbraucher macht, haben Forscher untersucht.

Die meisten Tiere in der Landwirtschaft werden in konventionellen Ställen gehalten. Welchen Eindruck solche Bilder auf Verbraucher machen, haben jetzt Forscher der Universitäten Göttingen und Bozen untersucht. Sie befragten online rund 1.000 Personen ohne landwirtschaftlichen Bezug.

Bilder aus üblichen Ställen wurden von den Befragten sehr negativ bewertet. Noch schlechter beurteilten die Personen Ställe, die die Bewegungsfreiheit der Tiere einschränken. War auf den Bildern jedoch ein Zugang zu einem Außenbereich erkennbar, schnitten die Ställe besser ab.

Natürlichkeit der Ställe als Bewertungskriterium

Die Wissenschaftler schlussfolgern daraus, dass die wahrgenommene Natürlichkeit eines Stalls als Schlüsselreiz für dessen Bewertung herangezogen wird. Doch nicht alle Tiere können draußen gehalten werden: das Land ist begrenzt und die Tiere verursachen Emissionen. „Hybridstrategien wie Außenklimaställe mit Zugang zu Laufhöfen oder Joggingweiden, könnten einen Kompromiss darstellen, der für die Tiere besser ist und von der Gesellschaft akzeptiert wird“, erklärt Prof. Achim Spiller von der Universität Göttingen.

Mit Material von Animal Frontiers, Göttinger Tageblatt

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