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Aus der Wirtschaft

Veredlungstag 2015: Was darf Tierwohl kosten?

von , am
19.08.2015

Um die Perspektive der Schweinehaltung in Deutschland angesichts der Tierwohl-Debatte geht es beim diesjährigen Veredlungstag des DBV am 09. September im bayerischen Essenbach.

Was ist den Deutschen ihr Schwein wert? Dieser Frage wird auch beim Veredlungstag in Essenbach nachgegangen werden. © Mühlhausen/landpixel
Vertreter der Politik, der Wissenschaft und der Wirtschaft stellen sich der Debatte mit dem landwirtschaftlichen Berufsstand um die Tierhaltung in Deutschland. Die Erwartungen der Landwirte und Marktpartner werden laut DBV sowohl unter ökonomischen wie auch ethischen Perspektiven gegenübergestellt und ausführlich diskutiert.
 
Die Tierhaltung befindet sich im Fokus von Politik und Gesellschaft, schreibt der Verband in seiner Ankündigung zum Veredlungstag. Bundesminister Christian Schmidt hat im vergangenen Herbst sein Eckpunktepapier "Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl" mit Handlungsschwerpunkten für die Nutztierhaltung vorgestellt. Der Kompetenzkreis Tierwohl unter Leitung von Gert Lindemann arbeitet für das BMEL hieran weiter.

DBV: Kein wirtschaftlicher Spielraum für höhere Standards

Von landwirtschaftlicher Seite wurde die Initiative Tierwohl "Schwein" auf den Weg gebracht. Mit den hohen Anmeldezahlen habe die Landwirtschaft nach Ansicht des Deutschen Bauernverbandes ein deutliches Zeichen gesetzt und ihre Bereitschaft zur Weiterentwicklung unterstrichen. Aufgrund des begrenzten finanziellen Budgets stünden derzeit viele Betriebe auf der Warteliste, obwohl sie bereits in noch mehr Tierwohl investiert hätten. An der Aufstockung des Budgets werde intensiv gearbeitet.
 
Dennoch reißen die Forderungen und Wünsche bezüglich weiterer Änderungen nicht ab, so der Deutsche Bauernverband weiter. Dabei biete die schwierige wirtschaftliche Lage in der Schweinehaltung nicht einmal ansatzweise Spielraum für höhere Standards.
 
Auf dem DBV-Veredlungstag 2015 stellt sich die gesamte landwirtschaftliche Branche diesen politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Herausforderungen an die moderne Veredlungswirtschaft. Hier geht es zum Programm.
 
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