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Verunsicherung auf dem Schlachtschweinemarkt

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von , am
19.10.2012

In der aktuellen Schlachtwoche verunsichern angekündigte Mengenkürzungen und der Preisdruck der Schlachtbetriebe die Schweinehalter. So wurden verstärkt Schweine zur Schlachtung angemeldet.

© Mühlhausen/landpixel
Die Ankündigungen von Mengenkürzungen und der Preisdruck der Schlachtbetriebe setzen sich auch zum Ende der aktuellen Schlachtwoche fort. Dies bleibt für das Marktgeschehen natürlich nicht ohne Folgen: Eine Reihe von Schweinehaltern zeigen sich davon beeindruckt und sind erheblich verunsichert.

Nachfrage regional unterschiedlich

In der Folge werden verstärkt Schweine zur Schlachtung angemeldet. Diese Mengen lassen sich derzeit dennoch überwiegend zeitnah platzieren, wobei es durchaus regionale Unterschiede gibt. Während es in Nordrhein-Westfalen zu leichten Überhängen gekommen ist, suchen Betriebe in Niedersachen auch kurzfristig noch Schweine.
 
In diesen Tagen gehört also etwas mehr Dispositionsaufwand dazu, Schweine zu lukrativen Kursen zu verkaufen, unmöglich ist dieses jedoch keinesfalls. Das schwache Ergebnis der Internetschweinebörse, die gestern mit einem Durchschnittspreis von 1,90 €/kg geschlossen hat, zeigt die Verunsicherung, die bei vielen Marktteilnehmern vorherrscht. Die Nachfrage der Vermarkter nach zusätzlichen Mastschweinen hält sich derzeit stark in Grenzen.
 
Der Vereinigungspreis Schlachtschweine die kommende Woche beträgt 1,85 €/Indexpunkt bei einer Preisspanne von  1,85 bis 1,90 €/Indexpunkt. Das sind fünf Cent weniger als in der vergangenen Woche.

Margen der Schlachter nehmen zu

Auch der Fleischmarkt zeigt sich aktuell nicht einheitlich. Teilweise konnten die Preise nach dem Rückgang des Erzeugerpreises stabil gehalten werden, so dass die Margen der Schlachter wieder zugenommen haben. Einzelne Teilstücke hingegen stehen auch aufgrund des in den vergangenen Wochen gestiegenen Angebotes leicht unter Druck.
 
Die Exportmärkte außerhalb der EU sind derzeit relativ stabil. Russland bleibt nach dem WTO-Beitritt weiterhin höchst lukrativ, wobei mengenmäßig die Bäume nicht in den Himmel wachsen. In Richtung China dämpfen die dortigen Ferien ein wenig die Geschäfte.

Leichter Preisrückgang für die kommende Woche erwartet

Alles in allem spiegeln daher aus Sicht der ISN die Vorstellungen der Schlachtunternehmen nach deutlichen Preissenkungen nicht die aktuelle Marktlage wider, auch weil die Angebotsmengen in der kommenden Woche wieder abflauen dürften. Dennoch lautet die Tendenz unsicher, so dass aus heutiger Sicht mit einem leichten Preisrückgang für die kommende Schlachtwoche gerechnet werden muss.
 
 
 
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