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Viehvermarkter veröffentlichen Ab-Hof-Preis

© Mühlhausen/landpixel
von , am
25.06.2013

Ab 27. Juni veröffentlicht der Verband Deutscher Viehvermarkter (VDV) einen Ab-Hof-Preis für Schlachtschweine. Es handelt sich dabei um eine Prognose, die jeweils von Donnerstag bis Mittwoch gilt.

Die Gruppenhaltungspflicht für trächtige Sauen gilt bereits seit 1. Januar 2013. © agrar-press
Der Verband Deutscher Viehvermarkter (VDV) will ab dem 27. Juni neben seinem Ab-Hof-Preis für Schlachtsauen auch einen wöchentlichen Preis für Schlachtschweine veröffentlichen.
 
Wie der Zusammenschluss der Viehvermarkter ankündigt, sollen die Meldungen von 22 Mitgliedern mit einer Vermarktungsmenge von 200.000 Schlachtschweinen in der Woche die Grundlage für den im Medianverfahren festgestellten Preis bilden.

Veröffentlichung jeweils Donnerstag, 12 Uhr

Der VDV spricht in diesem Zusammenhang nicht von einer Notierung, sondern von einer Schweinepreisprognose, die jeweils donnerstags um 12 Uhr für den Zeitraum bis zum darauffolgenden Mittwoch abgegeben wird. Auch der vom Schlachtschweinepreis abgeleitete Sauenpreis soll laut VDV zukünftig am Donnerstag auf der Internetseite des Verbandes veröffentlicht werden.
 
Dargestellt werden solle ein Preis ab Hof, der sich demnächst auch auf den Abrechnungen beim Landwirt wiederfinden werde. Dabei würden keine Pauschalzuschläge mehr gezahlt, sondern nur noch Extrazahlungen in Abhängigkeit von Leistungsparametern gewährt.
Da der Sauenfleischmarkt saisonal vom Schlachtschweinemarkt abweiche, könne sich der kalkulatorische Abschlag von gegenwärtig 40 Cent je Kilogramm je nach Marktsituation ändern, was rechtzeitig angekündigt werde, versicherte der Verband. 

VEZG und ISN sehen VDV-Preis kritisch

Mit dem neuen VDV-Preis für Schlachtschweine wird es zukünftig neben der Internetauktion der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) am Mittwoch und dem von der Vereinigung für Schlachtschweine am Freitag herausgegebenen VEZG-Preis eine dritte Orientierungsmarke für die Schweinemäster geben.
 
Sowohl die ISN wie auch die VEZG stehen dem Ab-Hof-Preis des VDV jedoch kritisch gegenüber. Die ISN warf Ende Mai in einer Stellungnahme dem Verband der Viehvermarkter vor, den Sauenpreis zu stark an dem Hauspreis des Schlachtunternehmens Tönnies auszurichten und den Basispreis für die Erzeuger zugunsten der eigenen Handelsspanne zu niedrig anzusetzen. Die ISN bezeichnete den VDV als "Nebelmaschine", die den Erzeugern schade und empfahl den Schweinehaltern, sich am VEZG-Preis frei Schlachtstätte zu orientieren.
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