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Vion passt die Ebermaske an

Eber im Tall
© agrarfoto.com
von , am
04.09.2017

Nachdem im Juli erst Tönnies und dann auch Westfleisch ihre Ebermasken anpassten zieht Vion Deutschland jetzt nach.

Nachdem im Juli erst Tönnies und dann auch Westfleisch ihre Ebermasken anpassten, so dass sich die Erlösmöglichkeiten für die Erzeuger bei der Jungebervermarktung an diese beiden Schlachtunternehmen spürbar verschlechterten, haben die Eberanmeldungen bei der Vion deutlich zugenommen. Dieses Zuviel führt zu der von allen Markteilnehmern schon längst prophezeiten Maskenänderung auch bei Vion.

Im Zuge der Einführung der neuen Ebermaske bei Vion ergeben sich zukünftig Änderungen bei der Bewertung der Lachse, Schinken und der Bäuche.

  • Lachse werden zukünftig ab 6 kg mit 3,5 Punkten bewertet.
  • Schinken werden zwischen 16,00 und 16,99 kg mit 2,2 Punkten bewertet und über 20 kg mit 2,55 Punkten.
  • Bäuche über 62 % BFL erhalten 1,4 Punkte, Bäuche zwischen 53 und 62 % nur noch 1,45 und unter 53 % zukünftig 1,35 Punkte. Die Systemgrenze ändert sich ab 88 kg auf max. 1,03 IXP/kg.

Das Unternehmen spricht selbst von einem Mindererlös von 3 € für Eber durch die Maskenanpassung, so die Boerderij. Damit bewegt sich der Erlösrückgang in der gleichen Größenordnung wie der der Mitbewerber. Reaktionsmöglichkeiten für die Eberlieferanten, bzw. für die Erzeuger gibt es angesichts bestehender Abnahmeverträge so gut wie nicht und die Erlösmöglichkeiten für Eber sind nun ohnehin quasi flächendeckend schlechter geworden. Parallel dazu bleibt der Tag des gesetzlich verankerten Kastrationsverzichts bestehen.

Mit Material von ISN
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