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Schwein

Voraussichtlicher Preisanstieg für Schweinefleisch

von , am
11.02.2010

Peking - Die chinesischen Schweinefleischpreise werden im laufenden Jahr - verglichen mit 2009 - voraussichtlich steigen.

© agrarfoto.com

"Angebot und Nachfrage werden ausgeglichener sein, nachdem der Markt 2009 überversorgt war", sagte Chenjun Pan, Analystin bei der Rabobank International, berichtet Dow Jones.

Der voraussichtliche Preisanstieg sei auf die wirtschaftliche Erholung zurückzuführen. Darüber hinaus hätten einige Kleinstbetriebe den Markt verlassen, was das Angebot an Schweinefleisch weiter verknappen sollte. Die Schweinefleischpreise hatten im Jahr 2008 in der Volksrepublik Rekordhöhen erreicht, da der Ausbruch des "Seuchenhaften Spätaborts" (SSS), auch bekannt als Blauohr-Krankheit, zwischenzeitlich zu Versorgungsengpässen geführt hatte. Nach Bekämpfung der Seuche erholte sich die Produktion jedoch zügig wieder und erreichte 2008 insgesamt 52 Millionen Tonnen, was zusammen mit dem wirtschaftlichen Abschwung im Rahmen der Finanzkrise im vergangenen Jahr zu Preisrückgängen führte.

China: 50 Prozent Anteil an weltweiter Schweinefleischproduktion

China, das einen Anteil von ungefähr 50 Prozent an der weltweiten Schweinefleischproduktion hat, verbraucht auch ungefähr die Hälfte des international erzeugten Schweinefleisches. Dagegen haben Importe in China nur einen Anteil von einem Prozent an der inländischen Schweinefleischverarbeitung. Der Anteil des Schweinefleischs am gesamten Fleischverbrauch werde mittelfristig zurückgehen, da sich die Chinesen zunehmend andere Fleischsorten leisten können, erläuterte Pan. Jedoch werde der Schweinefleischverbrauch trotzdem weiter wachsen, da der Konsum in den ländlichen Regionen steigen sollte.

Unwahrscheinlich: China als großer Schweinefleischimporteur

Weiter erläuterte die Rabobank-Analystin, dass es unwahrscheinlich sei, dass sich China zu einem großen Schweinefleischimporteur entwickeln werde. Aber das Land werde weiter hohe Mengen an Sojabohnen und Sojaschrot aufnehmen und sich in den kommenden Jahren zu einem "kleinen Mais-Nettoimporteur" mausern, da der Futtermittelbedarf im Land steigt. In den kommenden fünf bis zehn Jahren werde der Bedarf an Mais im Land um jährlich fünf Prozent steigen, prognostizierte Pan, so Dow Jones. (isn)

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