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Therapiehäufigkeit

Weiterhin geringer Antibiotikaeinsatz bei Schweinen

Ferkel behandeln
© Anne-Maria Grave
von am
04.04.2018

Schweine erhalten noch immer wenig Antibiotika. Das geht aus den neuen Kennzahlen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hervor.

Der Antibiotikaeinsatz bei Schweinen ist nach wie vor gering. Das geht aus den Kennzahlen zur Therapiehäufigkeit hervor, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bereits zum siebten Mal veröffentlichte. Schon in den letzten Jahren ging der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung deutlich zurück.

Die Kennzahlen für Ferkel und Mastschweine haben sich demnach auf einem niedrigen Niveau eingependelt – bei den Ferkeln ging der Index sogar noch einmal leicht zurück.

Die Kennzahl 1 beschreibt 50 Prozent aller erfassten Betriebe. Diese lagen bei der Therapiehäufigkeit unter den folgenden Werten:

  • 2,968 bei Ferkeln unter 30 kg
  • 0,437 bei Mastschweinen über 30 kg.

Unterhalb der folgenden Kennzahlen 2 lagen sogar 75 Prozent aller erfassten Betriebe:

  • 10,294 bei Ferkeln unter 30 kg
  • 3,705 bei Mastschweinen über 30 kg.

Eigene Werte mit den Kennzahlen vergleichen

Schweinehalter, die zur Teilnahme an der Antibiotikadatenbank verpflichtet sind, müssen nun die veröffentlichten Kennzahlen mit dem eigenen Index zur Therapiehäufigkeit vergleichen. Liegt der eigene Wert über der Kennzahl 1, sollten Landwirte und Tierärzte gemeinsam die Ursache dafür ermitteln. Der Antibiotikaeinsatz sollte anschließend möglichst reduziert werden.

Ist der betriebliche Wert höher als die Kennzahl 2, müssen die Tierhalter der Überwachungsbehörde innerhalb von vier Monaten einen schriftlichen Maßnahmenplan zur Senkung des Antibiotikaeinsatzes vorlegen. Hierbei steht der Tierarzt beratend zur Seite.

Mit Material von www.bvl.bund.de
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