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Schwein

Weitgehend unveränderte Notierungen

von , am
20.01.2010

Berlin/Wien - In vielen Ländern Europas ist aufgrund des anhaltenden Winterwetters der Transport der Schlachtschweine erschwert. Außerdem lassen die Landwirte die Tiere aufgrund des kalten Wetters länger im Stall.

© Antonio Oquias/fotolia

Der Schlachtschweinemarkt in Europa zeigt sich  in der aktuellen Woche fast überall mit unveränderten Notierungen. Lediglich in Großbritannien zogen die Preise um korrigierte vier Cent an. Die deutsche, belgische und die österreichische Notierung blieb zum sechsten Mal in Folge auf demselben Niveau stehen. In Spanien und Dänemark konnte sich der Preis zum vierten Mal hintereinander auf stabilem Niveau halten.

Die Notierung in Schweden blieb unverändert, konnte aber aufgrund des Wechselkurses korrigiert um einen Cent ansteigen. Dies geht aus dem Preisvergleich der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) hervor. Die angebotenen Stückzahlen an schlachtreifen Schweinen können laut ISN weiterhin gut auf dem Markt untergebracht werden. Jedoch drücken die Einkäufer des Lebensmitteleinzelhandels beim Kauf der Edelteile auf den Preis. In der aktuellen Woche wird mit einem geringeren Lebendangebot an Schweinen gerechnet, sodass weiterhin ein unverändertes Preisniveau erwartet wird.

Ausgewogene Verhältnisse auch in Österreich

Ausgewogene Verhältnisse herrschen derzeit laut Schweinebörse auch in Österreich. Aufgrund einer sehr flotten Abholung sinkt tendenziell das Schlachtgewicht. Auch das frische Angebot ist leicht unterdurchschnittlich. Die Abnehmer beklagen allerdings ein unbefriedigendes Geschäft im Export sowie bei der Industrie und sehen noch keine nachhaltige Entspannung. Erhebliche Mengen müssen daher ins Tiefkühllager dirigiert werden. In Erwartung ausgewogener Verhältnisse für diese Woche wurde mit den Abnehmern der Schweinebörse eine unveränderte Notierung fixiert. Sie liegt somit derzeit bei 1,22 Euro je Kilogramm (Berechnungsbasis 1,12 Euro). Der Jänner ist laut Experten traditionell ein schwieriger Monat beim Schweineverkauf. Trotz aktuell freundlicher Entwicklung wird daher eine Preiserhöhung in den kommenden zwei Wochen für nicht sehr wahrscheinlich gehalten. (aiz)

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