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Schwein

Wenig Salmonellen in deutschen Schweinemastbetrieben

von , am
16.01.2010

Bonn - Deutsche Schweinemastbetriebe sind im europäischen Vergleich unterdurchschnittlich mit Salmonellen belastet. Bundesweit wurden die Krankheitserreger in 20,6 Prozent der Mastbestände gefunden.

© agrarfoto.com

Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hin und beruft sich auf das aktuelle Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) für das Jahr 2008. Das Vorkommen in den getesteten bundesdeutschen Zuchtbetrieben lag mit 28,3 Prozent um 2,5 Prozentpunkte unter dem EU-Mittel der Stichprobe. Untersucht wurden insgesamt 4.641 EU-Betriebe in 24 Mitgliedstaaten – davon 201 in Deutschland – sowie 251 Anlagen in Norwegen und 225 in der Schweiz.

Letztere flossen allerdings nicht in die Mittelwertsberechnung ein. Die Betriebe wurden laut EFSA nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und repräsentierten mindestens 80 Prozent des Zuchtschweinebestandes im jeweiligen Staat. Die Belastung von Zuchtbetrieben konzentriert sich danach auf sieben Länder, nämlich auf Großbritannien, Frankreich, Irland, Italien, die Niederlanden, Spanien und Zypern. Dort wurden in mehr als der Hälfte der Schweinezuchtbetriebe Salmonellen gefunden, in zwölf weiteren Staaten dagegen in weniger als einem Fünftel der Ställe.

Für die Mastbetriebe stellt sich die Situation weniger extrem dar: Nur in Holland und Spanien traten in mehr als 50 Prozent der Bestände Salmonellen auf, während zusätzliche elf Staaten die Schwelle von 20 Prozent übertrafen. Zu den Ländern, die offenbar keine oder nur äußerst geringe Probleme mit den Darmbakterien bei Schweinen haben, zählen Finnland, Schweden, Litauen, Estland, Bulgarien und Norwegen. (pd)

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