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Schwein

Werbung für Schweinefleisch: Millionenbetrag im Gespräch

von , am
17.01.2011

Berlin - In der Schweinefleischbranche gibt es Strömungen, für eine verstärkte Branchenkommunikation einiges an Geld in die Hand zu nehmen. Westfleisch und Vion zeigen sich offen.

© agrarfoto

Wie aus einem Schreiben der Westfleisch hervorgeht, stellt der größte genossenschaftliche Fleischverarbeiter in Aussicht, ab der zweiten Jahreshälfte pro Schwein einen Betrag von 20 Cent einzubehalten, um damit eine solche Branchenkommunikation zu finanzieren.

Angesprochen werden dabei auch die Exportförderung und eine vom Berufsstand geforderte "Blackbox". Mit mehr als sechs Millionen Schweineschlachtungen hatte die Westfleisch 2009 einen Marktanteil von mehr als elf Prozent und war damit in der Rangskala der Verarbeiter die Nummer drei. Auf dieser Grundlage könnte allein durch den Beitrag des größten genossenschaftlichen Verarbeiters ein Betrag von mehr als eine Million Euro zusammenkommen.

Die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit betont man auch bei der Nummer zwei auf dem deutschen Schlachtschweinemarkt, dem Konzern Vion. Dem Gedanken einer verstärkten Branchenkommunikation verschließe man sich nicht, so der Direktor Landwirtschaft von Vion in Deutschland, Dr. Heinz Schweer. Gleichzeitig unterstrich er, dass Vereinbarungen schon aus kartellrechtlichen Gründen nicht möglich seien. Konkrete Zusagen könne man nicht geben.

Verbrauchern ein realistisches Bild der Erzeugung verschaffen

Ende vergangenen Jahres hatte der Verein "Wir erzeugen Fleisch" mit der Webseite www.fleischexperten.de seine Arbeit aufgenommen. Ziel ist es, Medien und Verbrauchern ein realistisches Bild der Erzeugung von Fleisch und Fleischwaren zu verschaffen. Gründungsmitglieder bei "Wir erzeugen Fleisch" sind unter anderem der Deutsche Bauernverband (DBV), der Verband der Fleischwirtschaft (VdF) und die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN). (AgE)

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