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Wildschweinmanagement

Wildschweine vertreiben: So geht's mit der Feldspritze

Wildschweine
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Amelie Grabmeier, agrarheute
am
19.02.2019
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Wildschweine vom Acker zu verjagen, ist eine Wissenschaft für sich. Schon so mancher Landwirt ist daran gescheitert. Penergetic hat ein neues Mittel entwickelt, um Schwarzwild zu vertreiben und Wildschäden zu verhindern.

Wildschweine vermehren sich in Deutschland immer mehr. Das spüren nicht nur die Jäger, sondern auch die Landwirte. Mit der wachsenden Population steigen die Schäden auf den Feldern. Penergetic hat ein neues Produkt entwickelt, das Wildschweine vertreiben soll – mithilfe von elektromagnetisch programmierten Frequenzen.

„Das hört sich jetzt erstmal schwierig ist“, sagte Daniel Plocher, Vertriebsleiter bei Penergetic, gegenüber agrarheute. Aber eigentlich sei es ganz einfach. „Wir haben unserem neuen Produkt, das penergetic b Boden WV heißt, Frequenzmuster von menschlichen Pheromonen programmiert“, erklärte er. Schwarzwild würde das elektromagnetische Signal Mensch wittern und die behandelte Fläche meiden.

Wie funktioniert die Ausbringung?

Pulver gegen Wildschweine

Penergetic b Boden WV ist ein Bodenhilfsstoff, der hauptsächlich aus Bentonit und Sikron besteht. Das Pulver wird direkt nach der Saat zur Randbehandlung von gefährdeten Kulturen eingesetzt. „Die Ausbringung erfolgt am besten mit der Feldspritze“, sagte Daniel Plocher. Die Breite des Randstreifens sollte mindestens 18 m betragen.

Die optimale Aufwandmenge von Penergetic b beträgt 600 g pro Hektar. „Das Produkt wird mit 200 l Brühe je Hektar vermischt“, erklärte der Vertriebsleiter. Die Kombination mit anderen Pflanzenschutzmitteln ist möglich. Das Pulver kostet 19,30 €/ha.

Was sagen die Testbetriebe?

Die Agrargenossenschaft Hainleite e.G. in Westerengel, Thüringen, testete Penergetic b Boden WV im Mai 2018. „Das Mittel schützte die Aussaat vor Wildschweinen", sagte Landwirt Mathias Wickenhagen. „Bis zur Ernte hielt die Wirkung jedoch nicht an." Im August habe er festgestellt, dass doch ein paar Wildschweine im Mais waren.

Auch die Gleistal-Agrar e.G. in Golmsdorf, Thüringen, probierte das neue Produkt von Penergetic aus. Der Betrieb legte den Mais Mitte Mai 2018 und behandelte ihn am 22. Mai mit dem Pulver. Das Resümee von Landwirt Andreas Schnorr: „Felder, die mit der Wildvergrämung behandelt wurden, wiesen deutlich weniger Schäden durch Wildschweine auf.“

Mit Material von Penergetic

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