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Saugferkelmanagement

Wohlfühlen und Wachsen: 10 Tipps für Saugferkel

Möglichst schnell an die Zitze ist das Ziel. Je mehr Kolostrum die Ferkel möglichst frühzeitig aufnehmen, desto besser sind die Entwicklungschancen.
am Montag, 17.10.2022 - 15:31

Die ersten Tage des Ferkels sind entscheidend für das spätere Leistungsvermögen, sei es als Jungsau oder als Mastschwein. Hier einige Tipps, damit sich die Saugferkel wohlfühlen und optimal versorgt sind.

Leise beruhigend grunzen die Sauen vor sich hin. Wenn man genau hinhört, nimmt man sogar die Schmatzgeräusche der saugenden Ferkel wahr. So soll es sein. Fühlen sich die Tiere wohl und sind gut versorgt, kann man sich als Sauenhalter entspannen. Denn dann haben die Ferkel alle Chancen, später ihr volles Leistungsvermögen auszuschöpfen.

Doch wie kommt man dahin? Wann beginnt eigentlich das Wurfmanagement? Genau genommen beginnt es mit dem Belegen der Sau beziehungsweise der Vorbereitung der Abferkelbucht. Aber konzentrieren wir uns auf den Zeitraum der Geburt und die ersten Lebenstage der Saugferkel. Folgende Tipps hat agrarheute zusammengestellt:

Rund um die Geburt gut um Sau und Ferkel kümmern

  • Ferkelwache: Ja, Geburtsüberwachung kostet Zeit und Geld, aber es lohnt sich, wie viele Studien belegen. Die Überlebensraten sind höher.
  • Trockenreiben: Durch Trockenreiben bringt man zusätzlich den Kreislauf der Ferkel in Schwung. Mineralisches oder organischen Trockenpulver, das hinter der Sau ausgebracht wird, hilft zusätzlich, Ferkeln den Start ins Leben zu erleichtern.
  • Erstmal Biestmilch: Neugeborene Ferkel brauchen als erstes Biestmilch. Das Kolostrum liefert lebensnotwendige Energie und Abwehrstoffe, die sogenannten Immunoglobuline.
  • Optimale Wurfgröße: Die Wurfgröße wird in erster Linie von der Genetik bestimmt. Wie gut sich die Ferkel vor der Geburt im Uterus entwickeln, hängt vom Ernährungszustand der Sau ab.
  • Platz für alle: Auch die Größe der Bucht und des Ferkelnests sind wichtige Faktoren für das Wohlbefinden. Die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordung (TierSchNutzV) schreibt vor, dass alle Ferkel gleichzeitig ungehindert saugen oder sich ausruhen können.

An Wasser, Futter und Beschäftgung für Ferkel denken

  • Warm und gemütlich: Die richtige Temperatur im Abferkelstall zu finden, ist nicht einfach. Hier treffen gegensätzliche Temperaturansprüche aufeinander. Saugferkel hätten gerne eine möglichst warme Umgebung von 35 bis 37 °C.
  • Wenn nötig, Ferkel versetzen: Beim Wurfausgleich ist der Zeitpunkt entscheidend. Er sollte nicht zu früh stattfinden. Zunächst müssen alle Ferkel ausreichend Kolostrum aufgenommen haben.
  • Wasser ist lebenswichtig: Das Wichtigste – nicht nur für die Sauen, sondern auch schon für die ganz Kleinen – ist Wasser in bester Qualität zur freien Verfügung.
  • Ferkel beifüttern: An zweiter Stelle steht das Futter, selbstverständlich in einem sauberen Trog. Futterreste sollten mindestens einmal am Tag entfernt werden.
  • Auch Ferkel beschäftigen:Nicht zu verachten ist Beschäftigungsmaterial oder zumindest Spielzeug. Beschäftigungsfutter wirkt sich ebenfalls positiv auf die Darmgesundheit aus.

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