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Alte Nutztierrassen

Wollschwein stark gefährdet

Wollschwein auf der Wiese
am
25.12.2018

Das Wollschwein ist zur Gefährdeten Nutztierrasse 2019 ernannt worden. Es ist eine der ältesten, reinen Schweinerassen in Europa.

Das Wollschwein oder Mangalitza steht auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V. (GEH) in der Kategorie „Rassen aus anderen Ländern“.

Es ist eine der ältesten, rein erhaltenen Schweinerassen Europas. Seinen Ursprung hat es auf dem Balkan, vor allem in Ungarn. Bis in die 1950er Jahre war es als Speckschwein weit verbreitet. Dieser üppige Speck führte dazu, dass die Rasse aufgrund veränderter Essgewohnheiten an den Rand der Ausrottung gedrängt wurde.

ASP gefährdet auch alte Rassen

Im Jahr 1993 gab es europaweit nur noch knapp 200 Tiere. Heute zählen Züchter in Deutschland rund 300 Tiere. Deshalb wurde die Rasse von der GEH nach 1999 jetzt zum zweiten Mal zum "Gefährdeten Nutztier des Jahres" ernannt.

Die GEH fürchtet auch, dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) zur Gefahr für die sehr kleine Population der robusten Wollschweine werden könnte. Denn alle Schweine, die in erkrankten Beständen stehen, müssen gekeult werden.

Erst kürzlich gab es die Meldung, dass eine alte ukrainische Schweinerasse der Tierseuche zum Opfer gefallen ist.

Mit Material von GEH

Seltene Nutztierrassen in Szene gesetzt

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