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Die Zahl der Schweinehaltungen nimmt ab

von , am
03.07.2012

Wiesbaden - Laut jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts stocken größere Betriebe ihre Schweinebestände auf. Gleichzeitig nahm die Zahl der Schweinehaltungen um fast drei Prozent ab.

© Mühlhausen/landpixel
Laut vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts wurden in Deutschland zum Stichtag 3. Mai 27,7 Millionen Schweine in rund 30.100 Betrieben gehalten. Damit liegt der durchschnittliche Bestand je Betrieb bei knapp 921 Schweinen. Befragt wurden Betriebe mit mindestens 50 Schweinen oder 10 Zuchtsauen. Demnach sei der durchschnittliche Schweinebestand in den erfassten Betrieben innerhalb der letzten 6 Monate um 35 Tiere je Betrieb gestiegen.
 
Nicht erfasst wurden alle Betriebe die weniger als 50 Schweine oder 10 Zuchtsauen halten, da deren Bestand an Schweinen insgesamt weniger als 2 Prozent des Gesamtbestandes beträgt. Würden diese, für den Sektor weniger relevanten Betriebe in die Durchschnittsberechnung mit einbezogen, wäre der durchschnittliche Schweinebestand je Betrieb erheblich kleiner. Ursache für Zunahme des Durchschnittsbestandes sind die rückläufigen Betriebszahlen - innerhalb der letzten 6 Monate haben rund 800 Betriebe (2,7 Prozent) die Schweinehaltung aufgegeben. Gleichzeitig steigt Zahl der gehaltenen Tiere. Gegenüber der letzten Erhebung am 3. November hat der Schweinebestand um rund 300 000 Tiere (+1,1 Prozent) zugenommen.

Ermittlung von nicht registierten Betriebe

Der durchschnittliche Schweinebestand ist innerhalb der letzten 6 Monate um 35 Tiere je Betrieb gestiegen. © Statistisches Bundesamt
In wieweit der Anstieg auf eine zurzeit laufende Revision des Berichtkreises zurückgeführt werden kann, kann laut Bundesamt nicht ermittelt werden. Bei der Revision des Berichtskreises wird nach Betrieben bzw. Betriebsteilen gesucht, welche Schweine halten aber bislang aus verschiedenen Gründen den statistischen Ämtern nicht bekannt waren und deshalb für die Ermittlung des Schweinebestandes nicht berücksichtigt werden konnten.
 
Dies betrifft insbesondere die Länder Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen - die beiden Bundesländer mit den größten Schweinebeständen. In Niedersachsen wurden am 3. Mai rund 9,0 Mio. Schweine gehalten (+3,0 %), in Nordrhein-Westfalen rund 6,7 Mio. (+4,2 %). In allen übrigen Bundesländern ist der Schweinebestand gesunken. Hier gab es einen durchschnittlichen Rückgang von 1,8 Prozent.
 
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