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Tiere in Panik

Von Silvesterböllern erschreckt: Unfälle durch ausgebrochene Rinder

Sekflaschen und Raketen auf einer Straße bei Nacht an Silvester
Eva Eckinger
Eva Eckinger, agrarheute
am Montag, 02.01.2023 - 09:42 (Jetzt kommentieren)

Ausgebrochene Rinder haben an Neujahr in Norddeutschland Unfälle mit einem Auto sowie einem Zug verursacht. Die Tiere wurden durch Silvesterböller und Raketen erschreckt.

In Norddeutschland kam es in der Silvesternacht zu mehreren Unfällen mit Tieren, die durch den Lärm der Böller und Raketen aufgeschreckt wurden.

So haben haben ausgebrochene Rinder in Niedersachsen einen Verkehrsunfall verursacht. Dabei wurde ein Mann verletzt. In Schleswig-Holstein wiederum kam es zu einem Zusammenprall zwischen einem Galloway-Rind und einem Zug.

Lärm von Böllern und Raketen: 50 Rinder flüchten erschrocken

Wie die Polizeiinspektion Cuxhaven berichtet, sind aus einem Stall im Bereich Hagen-Finna im Bremischen in der Silvesternacht gegen 21.30 Uhr bis zu 50 Rinder ausgebrochen - vermutlich aufgrund des Lärms der abgefeuerten Böller und Raketen.

Die bewegten sich anschließend in Richtung der Landesstraße 135. Dort kollidierte ein 19-jähriger Autofahrer mit drei Rindern auf der Fahrbahn, wobei mindestens zwei Rinder vor Ort verendeten. Der aus Hude stammende Fahrer wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 5.000 Euro.

Ein Teil der Herde konnte durch den verantwortlichen Landwirt in der Nacht wieder eingefangen werden. Etwa 10 Rinder blieben verschwunden und stellten damit weiter eine Gefahr für den Straßenverkehr dar. Aus diesem Grund wurde der betroffene Bereich der L 135 zwischen Hagen-Börsten und Abfahrt Wulsbüttel bis circa 10 Uhr gesperrt, nachdem die restlichen Tier bei Tagesanbruch wieder eingefangen werden konnten.

Galloway-Rind läuft wegen Silvesterknaller auf Bahngleis

Auch im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein ereignete sich am Silvestertag ein Unfall mit einem ausgebrochenen Rind. Am Nachmittag wurde die Leitstelle der Flensburger Bundespolizei über den Zusammenprall eines Zuges mit einem Rind informiert. Sofort wurde die Bahnstrecke im Bereich Struckum gesperrt und zwei Bundespolizeistreifen entsandt.

Es stellte sich heraus, dass ein Zug von Westerland nach Hamburg auf Höhe Struckum mit einem auf den Gleisen befindlichen Galloway-Rind kollidiert war. Der Triebfahrzeugführer hatte noch eine Schnellbremsung eingeleitet, trotzdem war es zum Zusammenprall gekommen. Die 60 Reisenden im Zug wurden glücklicherweise nicht verletzt, das Tier verendete.

Die Bundespolizisten konnten vor Ort ermitteln, dass ein 53-jähriger Landwirt diverse Tiere in den Stall treiben wollte und sich ein Rind vermutlich aufgrund der "Knallerei" mehrfach erschrocken hatte und "Reißaus" nahm und letztendlich auf die Gleise lief.

Mit Material von Polizeiinspektion Cuxhaven, Bundespolizeiinspektion Flensburg

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