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Geflügel

Sorge vor neuer Vogelgrippe in China

von , am
21.01.2014

Peking - In China wächst die Furcht vor einer erneuten Verbreitung des Vogelgrippevirus. Bereits sechs Menschen haben sich seit Beginn des Jahres infiziert, teilte die WHO mit.

Lebendmärkte für Geflügel schließen aus Sorge vor einer neuen Ausbreitung der Vogelgrippe. © Dieter Schütz/pixelio
Die Menschen in China fürchten, der Vogelgrippevirus könnte sich erneut ausbreiten. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vergangene Woche mitteilte, haben sich in den ersten Tagen des neuen Jahres bereits sechs Menschen mit dem neuen Erregertyp H7N9 infiziert. Laut offiziellen Angaben der Behörde gab es bereits ein Todesopofer; chinesische Medien berichteten sogar von zwei Todesfällen.

Infektionswege ungeklärt

Erstmals war das überspringen dieses Vogelgrippevirus auf den Menschen im März 2013 in China nachgewiesen worden. Seither sind dort sowie in Hongkong und Taiwan rund 150 Personen erkrankt, von denen 46 verstarben. 
Nach Angaben der WHO gibt es bisher keine Hinweise auf eine einfache Übertragung von Mensch zu Mensch. Doch nicht alle Erkrankten hätten zuvor unmittelbaren Kontakt mit Geflügel gehabt, so dass die Infektionswege noch genauer untersucht werden müssten. Eine Einschränkung der Reisefreiheit oder Handelsauflagen empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation nach eigenen Angaben zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht.

Lebendmärkte für Geflügel vorübergehend geschlossen

In Shanghai werden der örtlichen Agrarverwaltung zufolge alle öffentlichen Lebendmärkte für Geflügel vom 31. Januar bis 30. April geschlossen, um eine Wiederausbreitung des Virus zu verhindern.
 
Nach Schätzungen der Chinesischen Animal Agriculture Association (CAAA) hatte der Ausbruch des H7N9-Virus im Frühjahr 2013 innerhalb eines halben Jahres bereits einen wirtschaftlichen Schaden von mehreren Milliarden Euro angerichtet. 
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