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Forschung

Studie belegt: Honigbienen leben auf Agrarflächen gesünder

Biene auf Rapsblüte
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Julia Eder, agrarheute
am
10.05.2017

Ein amerikanisches Forscherteam hat untersucht, wie sich landwirtschaftliche Flächen und Pflanzenschutzmittel auf Honigbienen auswirken und kam zu einem Ergebnis, das viele Medienberichte widerlegt.

In der Studie "Agrarlandschaften und Pestizid-Effekte auf die biologischen Merkmale der Honigbiene" von der University of Tennessee Institute of Agriculture wurden sechszehn Honigbienen-Völker auf vier verschiedenen Landschaften untersucht: Drei davon mit unterschiedlicher landwirtschaftlicher Nutzungsintensität, vor allem mit Reihenkulturen und konventionellem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, und eine nicht-landwirtschaftliche Fläche. Ein Jahr lang untersuchten die Forscher Gewichtsveränderungen, Brutproduktion und Wärmeregulierung der Bienenvölker sowie den gesammelten Pollen.

Das Ergebnis wurde nun im Journal of Economic Entomology veröffentlicht.

Studienergebnis: Agrarflächen fördern Bienengesundheit

Das Ergebnis der Studie: Die Landschaft wirkt sich signifikant auf die Bienengesundheit und die Entwicklung der Bienenvölker aus.

Auf den Agrarlandschaften war das Gewicht der Bienen und die Brutproduktion signifikant größer als im nicht-landwirtschaftlichen Gebiet. Heißt: die Bienen wuchsen schneller und wurden größer. Auch eine bessere Wärmeregulierung im Bienenstock wurde im landwirtschaftlichen Umfeld festgestellt, was die Forscher auf die größeren Völker zurückführen.

Urbane Gebiete erhöhen zwar die Brutaktivität, jedoch nicht das Gewicht des Volks. Laut der Forscher finden die Bienen dort nur schwer Nahrung und vermehren sich weniger. Zwei der Völker starben aufgrund von Nahrungsmangel.

Am höchsten sei die Brutaktivität in einem Mischgebiet aus Agrarfläche, Forst und urbaner Aktivität gewesen. "Die Vielfalt der Pollen haben hier die Entwicklung des Volkes gefördert", so der leitende Forscher Mohamed Alburaki.

Nutzen der Agrarflächen überwiegen für Bienen

Auch die Auswirkung von Pflanzenschutzmitteln, darunter ein Neonicotinoid, wurde untersucht: Die Menge, die an den Pollen gemessen wurde, war relativ gering und für die Bienen nicht tödlich. Es wurde kein Zusammenhang gefunden, dass Bienenvölker, die mehr Pflanzenschutzmitteln ausgesetzt waren, weniger produktiv gewesen wären.

Das heißt, dass landwirtschafliche Nutzpflanzen zwar für Bienen das Risiko bedeuten, Pestiziden ausgesetzt zu sein. Sie sind aber dennoch eine wertvolle Nahrungsressource für Bienen. "Wir behaupten nicht, dass Pestizide keine Auswirkungen auf die Honigbienen haben", sagt Alburaki. "Es gab vereinzelt Fälle während der Saison, in denen nahrungssuchende Bienen durch Insektizid-Applikation getötet wurden. Aber unsere Studienergebnisse zeigen, dass die Vorteile der Agrarflächen durch ein besseres Nahrungsangebot überwiegen."

Die Studie wurde gefördert durch das Agricultural Research Service Pest Management Program des US-Landwirtschaftsministeriums.

Mit Material von University of Tennessee Institute of Agriculture

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