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Tierarzneimittel

Tierhaltung: Antibiotikaeinsatz geht weiter zurück

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Jana Semenow, agrarheute
am
24.07.2018

Der Antibiotikaeinsatz in Deutschland ist auch im Jahr 2017 weiter zurückgegangen. Von 2011 bis 2017 hat sich die an Tierärzte abgegebene Menge an Antibiotika mehr als halbiert.

Der Antibiotikaeinsatz in Deutschland ist auch im Jahr 2017 weiter zurückgegangen. Die Menge sank um weitere neun Prozent auf insgesamt 733 t. Seit 2011 hat sich die an Tierärzte abgegebene Menge an Antibiotika mehr als halbiert (57 Prozent).

Die Arbeitsgruppe „Antibiotikaresistenz“ hat hierzu ein „Lagebild zur Antibiotikaresistenz im Bereich Tierhaltung und Lebensmittelkette“ erarbeitet. Dies bündelt bereits veröffentlichte Daten der Jahre 2011 bis 2017 und zeigt Entwicklungen und Trends. Die Gruppe besteht aus Vertretern des Bundesinstitus für Risikobewertung (BfR), dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), sowie Vertretern des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

 

Aktuelle Lage zum Antibiotikaeinsatz

Im Lagebild lässt sich ein klarer Rückgang der Abgabemengen antimikrobieller Tierarzneimittel sowie der Kennzahlen der betrieblichen Therapiehäufigkeit erkennen. Auch hinsichtlich der Resistenzentwicklung ist teilweise ein rückläufiger Trend zu beobachten.

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, sagt dazu: „Für mich zählen Zahlen, Daten und Fakten. Der Lagebericht zeigt deshalb erstmals zusammenfassend, wo wir bei Antibiotikaeinsatz und Resistenzentwicklung bei Tieren und in der Lebensmittelkette stehen. Der Trend ist positiv: Seit 2011 hat sich die Menge von Antibiotika, die Großhändler und Unternehmen an Tierärzte abgaben, deutlich verringert. Das deutsche Antibiotikaminimierungskonzept zeigt Wirkung.“

 

Mit Material von Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, AHO

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