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20 Jahre nach BSE-Krise

Tiermehl: EU lockert Verbot für das Verfüttern von tierischem Eiweiß

Futter Schweinestall

Nach der BSE-Krise vor über 20 Jahren lockert die EU nun das Verbot für tierische Nebenprodukte im Futter für Nutztiere.

am Mittwoch, 27.10.2021 - 15:12

Die EU lockert das Fütterungsverbot von tierischem Eiweiß an Nutztiere. Das Verbot geht auf die BSE-Krise zurück. Ungenügend erhitztes Fleisch- und Knochenmaterial galt als Auslöser der sogenannten Rinderseuche. Das Verfütterungsverbot nach der Rinderseuche betraf auch Geflügel und Schweine, obwohl es bei diesen Tierarten nie zu einem Ausbruch gekommen war.

Viele Landwirte mussten das Eiweiß ersetzen, zum Teil durch Soja-Importe aus Übersee. Fehlende essenzielle Aminosäuren wurden durch Mineralfutter ergänzt.

Ob nun die Landwirte wieder auf „verarbeitete tierische Proteine“ – wie Tiermehl nun offiziell heißt - zurückgreifen, bleibt offen. Denn es gelten strenge Auflagen. So dürfen etwa nur noch ganz bestimmte Schlachtabfälle verwendet werden. Fraglich ist auch, ob deswegen in Zukunft weniger Soja aus Übersee importiert werden muss.