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Skandal

Tierschutz-Verstöße: Bayerische Schlachthöfe in der Kritik

Elektroschock-Betäubung
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Katharina Krenn, agrarheute
am
08.12.2016

Massive Mängel in bayerischen Schlachthöfen - zu dem Ergebnis kam eine Ministeriums-Studie. Laut den Recherchen des BR haben besagte Schlachthöfe erneut gegen den Tierschutz verstoßen.

Laut den Recherchen des Bayerischen Rundfunks (BR) und der Süddeutschen Zeitung (SZ) haben einige bereits auffällig gewordenen Schlachthöfe im Freistaat erneut gegen den Tierschutz verstoßen. Die Vorwürfe: Die Schweine werden nicht ordnungsgemäß betäubt und erleiden als Folge bei der Tötung Schmerzen.

Studie belegt schlechte Zustände

Im Frühjahr veröffentlichte das Bayerische Verbraucherschutzministerium eine in Auftrag gegebene Studie über die Umsetzung von Tierschutzvorgaben der bayerischen Schlachthöfe in den Jahren 2014/2015 - mit schlechtem Ergebnis. Bei fast jedem vierten Schwein solle die elektrische Betäubung nicht reibungslos verlaufen, zitiert der BR den Untersuchungsbericht.

Das Verbraucherschutzministerium versicherte im Mai diesen Jahres das Mängel umgehend beseitigt wurden. Jetzt haben die SZ und der BR erneut recherchiert, ob sich die Zustände in den Schlachthöfen verbessert haben.

BR-Kontrovers: Tierschutz-Verstöße in Bayern

Diese Betriebe sind auffällig

Zu den wieder auffällig gewordenen Betrieben gehören nach Informationen von BR-Recherche auch Schlachthöfe in Augsburg, Motting bei Vilsbiburg und Trostberg. In allen drei Betrieben seien wiederholt Vorgaben bei der Schweinebetäubung verletzt worden.

Mit Material von BR

Stellungnahme des Schlachters in Vilsbiburg

Der Schlachthof in Vilsbiburg hat Stellung zu den erhobenen Vorwürfen der BR-Sendung 'kontrovers' genommen. Der Schlachthofbetreiber räumt ein, dass bei der Kontrolle im Jahr 2014, Mängel im Tötungsprozess der Tiere erkannt wurden. Diese seien umgehend behoben worden. Unter anderem habe der Betrieb umfangreiche Schulungen der Mitarbeiter vorgenommen sowie Betäubungsgeräte nach den neuesten technischen Standards erworben.

„In unserem regionalen Handwerksbetrieb wird die Betäubungstiefe im Nachgang nochmals von Hand kontrolliert und im Zweifelsfall mit einem Bolzenschussgerät nachbetäubt. Extra benannte Tierschutzbeauftrage im Betrieb überwachen und protokollieren diesen Prozess.“ [...] „Die damaligen Vorgaben des Veterinäramtes Landshut erfüllen wir und setzen konsequent alle Ratschläge der Ämter im Hinblick auf das Tierwohl um!, heißt es in der Stellungnahme des Schlachtunternehmens Mottinger Hof.

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