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Geflügel

Tierschutzplan: Haltungsprobleme bei Moschusenten

von , am
30.05.2012

Hannover - Landwirtschaftsminister Lindemann lobte die engagierte Arbeit des Tierschutzplans. Erste Ergebnisse zeigen, dass ein Verzicht der Schnabelkürzung bei Moschus-Enten derzeit nicht möglich ist.

Experten vermuten, dass die der Vogelgrippe-Virus H5N8 von Wildvögeln übertragen wird. © uschi dreiucker/pixelio.de
Laut Minister Lindemann seien zwischenzeitlich in allen tierartspezifischen Facharbeitsgruppen Konzepte für ein zielorientiertes Arbeiten festgelegt worden. Bei den Puten und Legehennen werden die bereits begonnenen Pilotprojekte intensiv begleitet, im Bereich der Rinder- und Schweinehaltung haben die Projekte einen fortgeschrittenen Umsetzungsstand erreicht. Man müsse jedoch erkennen, so Lindemann, das es in Einzelfällen keine Lösungen geben könne.
 
So habe die Facharbeitsgruppe Enten und Gänse festgestellt, dass eine Änderung der Haltungsbedingungen für Moschusenten, die einen Verzicht auf das Schnabelkürzen erlaube, nicht umsetzbar sei. In den bestehenden Intensivhaltungen sei der Verzicht auf das Schnabelkürzen nicht möglich, ohne neue massive Tierschutzprobleme zu erzeugen. Die Beendigung der derzeitigen Intensivhaltungspraxis sei damit notwendig.
Ein Verzicht auf das Schnabelkürzen scheine besonders bedeutsam, da die Schnabelkante bei Moschusenten intensiv mit Nerven durchzogen ist.
 
Lindemann hat daher die niedersächsischen Moschusentenhalter kurzfristig zu einem Gespräch eingeladen, um mit ihnen gemeinsam Alternativen zur Moschusentenhaltung zu beraten. Es sei ihm sehr wichtig, so Minister Lindemann, Entscheidungen mit den Tierhaltern gemeinsam zu treffen und diesen – auch bei Aufgabe bestimmter Haltungsformen – Lösungen aufzuzeigen. Die Schnabelkante ist bei Moschusenten intensiv mit Nerven durchzogen, deshalb erscheint ein Verzicht auf das Schnabelkürzen besonders bedeutsam.
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