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Geflügel

Tierwohl-Initiative: Geflügelhalter können ab Juli teilnehmen

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von , am
14.01.2015

Voraussichtlich ab Juli 2015 wird die Teilnahme an der Initiative Tierwohl auch für die Geflügelhalter möglich sein. Der Handel zahlt dafür 4 Cent pro verkauftes Kilo Geflügelfleisch in den Tierwohl-Fond ein.

In den heißen Sommermonaten kommt es darauf an, Hitzestress bei den Masthühnern zu vermeiden. © landpixel
Die Initiative Tierwohl der Lebensmittelindustrie ist Anfang des Jahres angelaufen. Seit 1. Januar zahlt der Lebensmitteleinzelhandel vier Cent pro Kilo Fleisch in den Fond ein. Davon sollen Tierhalter, die zusätzliche Tierwohl-Kriterien erfüllen, finanziell belohnt werden. Demnächst sollen die Teilnahme-Kriterien für die Geflügelhaltung veröffentlicht werden. Fest steht: Voraussetzung für die Teilnahme ist die Mitgliedschaft an einem anerkannten Qualitätssicherungssystem.
 
"Darüber hinaus müssen sie Anforderungen in den Bereichen Weiterbildung, Tiergesundheit und Tierhaltung umsetzen. Anspruch auf den Tierwohlzuschuss können Geflügelhalter geltend machen, indem sie ihren Tieren mehr Platz oder auch ständig zugängliches, bepickbares Beschäftigungsmaterial zur Verfügung stellen", heißt es in der Pressemitteilung des Trägervereins.

Ab Mai Teilnahme an Initiative anmelden

Voraussichtlich ab Mai können sich geflügelhaltende Betriebe über Koordinierungsstellen, die sogenannten Bündler, für die Teilnahme an der Initiative registrieren lassen. Ab Juli 2015 starten die Tierwohlaudits, sprich die Überprüfung der umgesetzten Tierwohlmaßnahmen durch die Zertifizierungsstellen der Initiative Tierwohl. Für jedes umgesetzte Tierwohlkriterium erhalten die Tierhalter einen bestimmten Tierwohlzuschuss - unabhängig vom Marktpreis.

Tierwohl-Initiative will 85 Millionen Euro auszahlen

In diesem Jahr wird die Initiative rund 85 Millionen Euro auszahlen können, so der Trägerverband. Nach Einschätzung der Initiative Tierwohl können im Startjahr bereits bis zu acht Millionen Schweine, bis zu 300 Millionen Hähnchen und 15 Millionen Puten von den Tierwohlmaßnahmen profitieren.In der Initiative Tierwohl haben sich Partner der gesamten Wertschöpfungskette in der Schweinefleisch- und Geflügelfleischbranche in einem freiwilligen Aktionsbündnis zusammengeschlossen. Nach intensiven mehrjährigen Vorbereitungen haben die Beteiligten Ende letzten Jahres die Branchenvereinbarungen unterzeichnet.
 
"Damit möglichst viele Schweine, Hähnchen und Puten von den Tierwohlmaßnahmen profitieren können, legt die Initiative Wert auf Umsetzbarkeit: Nur, wenn die Landwirte die Maßnahmen auch umsetzen können, tragen wir das Thema Tierwohl erfolgreich in die Fläche", betonte Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl.

Titel:

Hofreport vom Hähnchenmäster: Den Vorfang optimal begleiten

 
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