Login
Tierwohl

Tierwohlkennzeichnung auch in der Gastronomie

Koch bereitet Fleisch in Großküche zu
Thumbnail
Martina Hungerkamp, agrarheute
am
11.09.2018

Der Zentralverband der Geflügelwirtschaft mahnt an, dass die Gastronomie bei dem staatlichen Tierwohl-Label nicht außen vor bleiben darf.

Eine staatliche Tierwohl-Kennzeichnung sollte auch Mensen, Restaurants, Kantinen und andere sogenannte Großverbraucherküchen berücksichtigen. Der Zentralverband der Geflügelwirtschaft (ZDG) warnte davor, das mengen- und umsatzstarke Großverbrauchersegment unberücksichtigt zu lassen.

So würden unter anderem mehr als 60 Prozent des Geflügelfleischs über diese Wege abgesetzt. Ein staatliches Tierwohl-Label muss deshalb diese wichtigen Vermarktungswege des Außer-Haus-Verzehrs zwingend berücksichtigen, fordert ZDG-Präsident Friedrich-Otto Ripke.

Tierwohl-Produkte: Gastronomie hat Nachholbedarf

Im Vergleich zum Lebensmitteleinzelhandel (LEH) habe die Gastronomie klaren Nachholbedarf beim Angebot von Tierwohl-Produkten. Laut Friedrich-Otto Ripke stammen bereits jetzt mehr als 75 Prozent der Hähnchen- und Putenfleischerzeugnisse aus Betrieben, die an der Initiative Tierwohl teilnehmen. Im Außer-Haus-Bereich fehle dieses Angebot völlig.

Wenn Ministerin Klöckner die Haltungsbedingungen der Nutztiere spürbar verbessern will, dürfe sie in ihrem Label das so marktrelevante Großverbrauchsegment nicht außen vor lassen.

Auch interessant