Login
Geflügel

Trotz Ostern: Eiernachfrage nur verhalten

von , am
23.04.2011

Bonn - In der Karwoche wurde die Eiernachfrage als lebhafter beschrieben, die Zurückhaltung bei den Eierkäufen in den Vorwochen konnte jedoch kaum ausgeglichen werden.

Der durchschnittliche Mehrkonsum an Eiern liegt im Osterquartal bei lediglich zwei Eiern pro Kopf. © Dorothea J./aboutpixel
Eiermarkt: Nachfrage kurzfristig belebter
 
Insgesamt beschreiben Eieranbieter das Ostergeschäft als enttäuschend. Der Eierkonsum der Verbraucher fiel, auch bedingt durch das gute Grillwetter, eher verhalten aus. Gut gefragt war allerdings gefärbte Ware.
 
Auch kurz vor Ostern waren immer noch viele Eier am Markt. Von Knappheit und Hektik wurde nur vereinzelt gesprochen. Überhänge werden Ende der Woche dennoch kaum mehr vorhanden sein. Die Packstellenabgabepreise für Eier standen fortgesetzt unter Druck und wurden weiter herabgesetzt. Weitere Preisabschläge sind aufgrund der erfahrungsgemäß nachösterlichen Flaute am Eiermarkt nicht auszuschließen.

Geflügelmarkt zieht an

Der Absatz am Geflügelmarkt ist rege. Private Grillaktivitäten, die beginnende Spargelsaison und nicht zuletzt das Osterfest führen zu lebhaften Umsätzen, insbesondere bei Hähnchen und Putenteilen. Die bevorstehenden Feiertage haben auch den Absatz an Entenfleisch positiv beeinflusst.

Hähnchenteile tendierten fester

Die laufende Erzeugung an Hähnchenfleisch wird flott am Markt aufgenommen. Bei Frischware konnten offensichtlich nicht alle Anfragen des LEHs gedeckt werden. Die Schlachtereiabgabepreise festigten sich auf breiter Front. Auch am Putenmarkt kam es zu weiteren Anhebungen der Schlachtereiabgabepreise. Der Bedarf ging zeitweise über die aktuelle Produktion hinaus. Schwerpunktmäßig wird Putenbrust nachgefragt, aber auch Rotfleisch findet zügig Käufer.  

Margit Beck
Marktanalystin für Eier und Geflügel
bei der MEG. Sie war bis 2009 bei der 
ZMP für die Bereiche Eier und Geflügel zuständig.

 
 
Auch interessant