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Geflügel

Tschechien: Importgeflügel unter der Lupe

von , am
08.07.2013

Prag - Importlieferungen von Geflügelfleisch werden seit vergangener Woche vom tschechischen Veterinärdienst auf Rückstände des Antibiotikas Metronidazol untersucht.

Bislang dürfen die geschlachteten Tiere in der EU nur mit Trinkwasser gesäubert werden. © Mühlhausen/landpixel
Der tschechische Veterinärdienst SVS führt seit Anfang vergangener Woche außerordentliche Qualitätskontrollen bei Importlieferungen von Geflügelfleisch durch. Bei der zweiwöchigen Aktion werde Hühner-, Puten-, Enten- und Gänsefleisch insbesondere auf Rückstände des Antibiotikas Metronidazol geprüft, teilte der SVS mit. Die Verwendung von Metronidazol bei Tieren zur Lebensmittelerzeugung ist EU-weit verboten. Wie Landwirtschaftsminister Petr Bendl zu der Überprüfung erklärte, wurde diese aufgrund von Meldungen geplant, wonach Geflügelproduzenten im benachbarten Polen verbotene Tierarzneimittel eingesetzt hätten.
 

Illegalen Einsatz von Medikamenten

Unmittelbar Anlass für die jetzigen Kontrollen sei eine soeben in der Slowakei aufgefallene polnische Geflügelfleischlieferung, bei der eine deutliche Überschreitung der EU-Rückstandshöchstwerte für zwei Antibiotika festgestellt worden sei, so der Minister. Wie das Landwirtschaftsministerium ergänzend feststellte, kann der SVS nur gegen den illegalen Einsatz von Medikamenten in der heimischen Landwirtschaft vorgehen. Seit Anfang 2012 sei in zwei Hähnchenmastbetrieben in Tschechien der illegale Einsatz von Metronidazol nachgewiesen worden.
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