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Schlachthof

Umweltamt zwingt Wiesenhof, die Schlachtungen zu reduzieren

Schlachtgeflügel
© roibu/Fotolia
von , am
29.06.2017

Der Geflügelproduzent Wiesenhof muss seine Produktion am Schlachtstandort Niederlehme wieder herunterfahren. Das entschied jetzt das Landesumweltamt.

"Es wurde angeordnet, dass der Betrieb auf die in der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung zugelassene Schlachtkapazität zurückzuführen ist", erklärte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums am Mittwoch. Es dürften in Niederlehme nur noch noch maximal 120000 anstatt der zuletzt 160000 Tiere am Tag geschlachtet werden, ergänzte die zuständige Referentin im Landwirtschaftsministerium.

Wiesenhof will Rechtsmittel einlegen

Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur hieß es, Wiesenhof habe die Entscheidung zur Kenntnis genommen und kündigte gleichzeitig Rechtsmittel gegen die Teilstilllegung an. Das Unternehmen hatte nach eigenem Bekunden die Produktionskapazität im vergangenen Jahr nach einem Großbrand in einem niedersächsischen Werk nach Niederlehme ausgelagert. Das Landesumweltamt sei über die Notsituation informiert gewesen. Dieser Schritt sei auch mit der Behörde abgestimmt worden, unterstrich eine Wiesenhof-Sprecherin.

Amt hat Teilstilllegung veranlasst

Die Ministeriumsreferentin wies diese Darstellung zurück. Es sei schon vor einem Jahr eine Teilstilllegung angeschoben worden. Weil eine schnelle Entscheidung über einen Erweiterungsantrag von Wiesenhof nicht möglich sei, habe das Amt am 20. Juni die Teilstilllegung veranlasst, erklärte sie.

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