Login
QS-Prüfzeichen

Update QS-Leitfäden: Das sind die neuen Pflichtvorgaben

Mastschweine im Stall
Josef Koch, dlz agrarmagazin
am
13.12.2016

Die QS hat wie jedes Jahr ihre Leitfäden angepasst. Das sind die Vorgaben in den aktualisierten QS-Leitfäden.

Sau bekommt Antibiotikaspritze

Mit dem QS-Update ergeben sich ab dem 1. Januar 2017 neben einigen Erleichterungen in der Dokumentation auch verpflichtende Änderungen oder Präzisierungen für Schweinehalter, wie die ISN berichtet. Die neuen QS-Leitfäden können Sie hier herunterladen. Hier die wichtigsten Punkte sind:

Beschäftigungsmaterial:

  • Schweine jeden Alters (also auch Saugferkel) müssen Zugang zu geeignetem Beschäftigungsmaterial haben.

Umgang mit kranken Tieren:

  • die geforderte weiche Unterlage in der Krankenbucht muss eine Mindestbodenfläche je Tier abdecken
  • nicht therapierbare Tiere müssen unverzüglich nach dem geltenden Recht betäubt und getötet werden.

Platzangebot:

  • das Platzangebot wird zum KO-Kriterium hochgestuft.
  • Am 04.08.2016 sind die Übergangsfristen für das Platzangebot in der Ferkelaufzucht ausgelaufen, Absatzferkeln über 20 kg muss mindestens 0,35 m² Platz zur Verfügung stehen.

Antibiotikamonitioring:

  • ab 2017 gilt eine verpflichtende Nullmeldung, das heißt auch Betriebe, die in dem jeweiligen Zeitraum keine Antibiotika eingesetzt haben sind zur Meldung verpflichtet. Betriebe ohne Therapieindex werden für Lieferungen in das QS-System gesperrt.

 

    Was sich beim Salmonellenmonoting ändert

    Neuerungen ergebensich auch beim Salmonellenmonitoring. Hier wurden die Beprobungsvorgaben verändert. Die bisherige Möglichkeit, ausschließlich Blutproben im Bestand zu ziehen, entfällt durch die neue Regelung. so die ISN.

    Eine Ergänzung der am Schlachthof gewonnenen Fleischsaftproben durch Blutproben ist aber weiterhin möglich. Diese werden auch weiterhin für die Salmonellen-Kategorisierung herangezogen, finden aber für die Berechnung des Probenvorschlags für den Schlachthof keine Berücksichtigung.

    Bisher konnten Mäster frei wählen, ob sie die für die Kategorisierung erforderlichen Salmonellenproben aus Fleischsaftproben am Schlachtband oder Blutproben im Bestand vom Tierarzt ziehen lassen. Vor allem Betriebe, die in Kategorie 3 gerutscht waren, entschieden sich häufig ausschließlich für Blutproben.

    Für die in Schweinemastbetrieben quartalsweise vorgenommene Salmonellenkategorisierung werden ab Januar nur noch Proben aus den letzten fünf Kalenderquartalen herangezogen. Bislang konnten beispielsweise bei Leerstand auch ältere Proben berücksichtig werden. Zudem entfällt die bisherige Mindestbeprobungszeit von sechs Monaten. Die Kategorisierung soll künftig unmittelbar dann erfolgen, wenn das vorgegebene Probensoll erfüllt ist.

    Elektronische Ohrmarken in der Schweinehaltung

    Auch interessant