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Geflügel

USA kommen Moskau im Chlorhuhn-Streit entgegen

von , am
05.03.2010

Washington - Seit Beginn des Jahres verbietet Russland den Import von mit Chlor desinfiziertem Hühnerfleisch. Die USA wollen Russland im "Chlorhuhn-Streit " ein Stück weit entgegenkommen.

© agrar-portal.com

Wie US-Agrarminister Tom Vilsack jetzt laut Dow Jones News mitteilte, sollen dazu Vorschläge zur Änderung der Verarbeitung unterbreitet werden, denen zufolge auf eine Desinfizierung des Fleisches in Chlorbädern verzichtet werden dürfte. Auf diese Weise möchten die USA die Importbestimmungen Russlands erfüllen. Seit Beginn des Jahres verbietet Russland den Import von mit Chlor desinfiziertem Hühnerfleisch, da Resistenzbildungen befürchtet werden, was faktisch einem Einfuhrverbot für entsprechende US-Ware gleichkommt.

In den USA ist die Behandlung von Geflügel in derartigen Bädern gängige Praxis und wird von der Industrie als unbedenklich für die Verbraucher betrachtet. Derzeit befinden sich US-Abgesandte zur zweiten Verhandlungsrunde im laufenden Jahr in Moskau. Jim Millner, Staatssekretär im amerikanischen Agrarministerium USDA, führt die Delegation an. Vilsack zufolge ist es derzeit noch ungewiss, wann die Gespräche abgeschlossen sein werden.

"Hoffentlich werden wir in den kommenden Tagen zu einem Ergebnis gelangen ", sagte der Agrarminister. Im Zeitraum Januar bis Oktober 2009 haben US-Exporteure 645.382 Tonnen Hühnerfleisch - das meiste davon Hühnerbeine - im Warenwert von 675,2 Millionen US-Dollar nach Russland verschifft, wie aus Angaben des US-Verbandes der Geflügelfleisch- und Eier-Exporteure (USA Poultry and Egg Export Council) hervorgeht. (aiz)

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