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Geflügel

USA produzieren weniger Geflügel als 2012

von , am
30.01.2013

Washington - In Amerika wird 2013 weniger Hähnchen- und Putenfleisch prodziert als 2012. Insgesamt rechnet das US-Landwirtschaftsministerium mit 19,41 Millionen Tonnen - 0,3 Prozent weniger als 2012.

Die Nachfrage nach Puten ist stabil. © Mühlhausen/landpixel
Vor einem Monat hatte der Produktionsausblick noch sehr viel pessimistischer ausgesehen: Die US-Analysten rechneten damals mit einer Mindererzeugung von 311.000 Tonnen (t). Nach Angaben des Ministeriums wurde die Produktionserwartung wegen einer zuletzt gestiegenen Bruteiererzeugung und eines zu erwartenden Anstiegs der Schlachtgewichte nach oben korrigiert.
 
Besser beurteilt das US-Landwirtschaftsministerium auch das Absatzpotential am hiesigen Markt. Der durchschnittliche US-Bürger soll im laufenden Jahr 43,8 Kilo (kg) Geflügelfleisch verzehren; im Dezember 2012 lag die Prognose noch bei 43,1 kg/Kopf. Im Vorjahresvergleich dürfte dabei der Verbrauch von Hähnchenfleisch mit 36,3 kg leicht unter dem Niveau von 2012 liegen, während für Putenfleisch ein Anstieg um 0,2 kg auf 7,5 kg prognostiziert wird.

Hähnchen wird teurer, Truthahn billiger

Die unterschiedliche Entwicklung dürfte ein Resultat der divergierenden Preise sein. Für den Hähnchenmarkt erwarten die Washingtoner Marktbeobachter feste Preistendenzen. Im Großhandel soll sich die Ware im Schnitt um 7,4 % gegenüber 2012 verteuern.
 
Für Truthahnfleisch wird dagegen mit einem Nachgeben der Preise um 2,0 % im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. Als Ursache nennt das USDA unter anderem hohe Lagerbestände, die im November 2012 ein Drittel höher als zum Vorjahreszeitpunkt waren. 
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