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Verbraucherschutz

UV-Bestrahlung von Eiern - übertriebener Verbraucherschutz?

Das UV-Licht soll dabei helfen Eierschalen keimfrei zu bekommen.
am Samstag, 10.09.2022 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Spezielles Licht soll die Oberfläche der Eier desinfizieren und die Keimbelastung nahezu vollständig reduzieren.

Zukünftig soll die Behandlung von Eiern mit ultravioletten Strahlen zur Verbesserung des Verbraucherschutzes generell erlaubt sein. Das geht aus der Verordnung zur Änderung der Lebensmittelbestrahlungsverordnung und anderer lebensmittelrechtlicher Vorschriften hervor, die das Bundeslandwirtschaftsministerium dem Bundesrat zur Entscheidung vorgelegt hat.

Demnach sei die direkte Einwirkung von ultravioletten Strahlen (UV-C Strahlen) geeignet, um den mikrobiologischen Status der Eierschalenoberfläche zu verbessern und diene damit dem gesundheitlichen Verbraucherschutz, heißt es in der Verordnung. Bislang war das Verfahren gemäß Lebens- und Futtermittelgesetz verboten, wurde jedoch seit 2017 per Ausnahmegenehmigung gestattet.

UV-Strahlung soll Eierschalen keimfrei halten

Dabei verweist das Bundeslandwirtschaftsministerium auf die Stellungnahme des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR), nach der die Bestrahlung von Eiern mikrobiologisch wirksam und bei guter lebensmittelhygienischer Praxis zu befürworten sei. Gesundheitsrisiken für Verbraucher liegen dem BfR nicht vor. Die Voraussetzung für das Verfahren sei, dass die Eier zum Zeitpunkt der Bestrahlung sauber sein müssten. Begründet wird diese Einschränkung damit, dass eine Verschmutzung durch organisches Material zu einer Abnahme der Wirksamkeit der Keimreduktion führen könne. Unabhängig von der Bestrahlung solle sichergestellt werden, dass weiterhin sämtliche hygienischen Anforderungen an Erzeugung, Behandlung, Lagerung und Inverkehrbringen von Eiern erfüllt werden.

Der hygienische Umgang mit Eiern

Eier können Salmonellen übertragen. Nichtsdestotrotz ist die Belastung von Eiern, die im Handel zu kaufen sind, mit Salmonellen in den letzten Jahren dank einer guten Vorbeuge sehr stark zurückgegangen, wie das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) auf seiner Internetseite mitteilt. Das Infektionsrisiko sei seit 2007 um weit mehr als 80 Prozent gesunken. Hierfür spielt natürlich der Umgang und die Hygiene eine wichtige Rolle. Werden Eier falsch gelagert, beispielsweise ungekühlt oder zu lange, erhöht sich die Gefahr für eine Salmonelleninfektion deutlich. Deswegen sollten Eier und andere Lebensmittel getrennt gelagert und verarbeitet werden. Hält man Eier in Händen, um sie zu bemalen oder um sie aufzuschlagen, muss man sich anschließend die Hände waschen, so LAVES.

Mit Material von AgE, LAVES

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