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Demonstration

Vechta: Tierschutz-Aktivisten fordern Abschaffung der Tierhaltung

Man solle sich mehr in das Tier hineinversetzen und die eigene Ernährungsweise überdenken, heißt es auf der Demo.

Etwa 150 selbsternannte Tierschutz-Aktivisten ziehen durch die Innenstadt Vechtas. Die Tierindustrie dürfe es nicht mehr geben. Auch Schlachtunternehmen geraten ins Kreuzfeuer.

am Samstag, 24.09.2022 - 20:03 (10 Kommentare)

„Pflanzen machen alle satt, Fleisch macht nur die Erde platt“ - Parolen wie diese ertönten heute (24.September) in der Innenstadt von Vechta. Etwa 150 Aktivistinnen und Aktivisten aus allen Teilen Deutschlands kamen hier zusammen, um die Abschaffung der kompletten Tierhaltung in Deutschland zu fordern.

Sie plädieren für einen radikalen Wandel des Agrar- und Ernährungssystems und das Ende aller Schlachthäuser. Aufgerufen zu dieser Aktion hatte das Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“.

Tierschutz-Aktivisten kritisieren maßlosen Konsum von Milch, Fleisch und Eiern

Die Veranstaltung startete am Neuen Markt in Vechta mit drei Redebeiträgen. Dabei wurde unter anderem angeprangert, dass Tiere als Ware degradiert werden.

Die Versprechen der Tierindustrie einer artgerechten Haltung würden lediglich dazu dienen, den „maßlosen Konsum von Milch, Fleisch und Eiern zu rechtfertigen“ und „kaschieren so das Leid der Tiere auf erschreckende Art und Weise“, so eine Sprecherin des Bündnisses. Man brauche endlich den längst überfälligen Ausstieg auf der Tierindustrie - keinen Umbau, keine kosmetischen Verbesserungen der Haltungsbedingungen, hieß es weiter.

Tiere bilden Freundschaften

Eine Sprecherin vom Peta Zwei-Streetteam bezog sich in ihrer Rede auch auf die Aussagen eines veganen Influencers. Sie erklärte, dass Tiere „Freundschaften bilden und Verbindungen mit ihren Kindern eingehen“ und deshalb in Freiheit leben wollen.

Sie forderte dazu auf, sich in Tiere hineinzuversetzen und eine Moral zu entwickeln. Diese solle dazu führen, dass das, was „in Ställen und Schlachthöfen passiert, als falsch empfunden wird und man sich für eine Ernährung entscheidet, für die keine Tiere getötet werden müssen.“

Protest-Marsch durch Vechta

Im Anschluss an die Auftaktveranstaltung marschierten die Aktivisten eine zwei Kilometer lange Demo-Route durch die Innenstadt, um dort Passanten „zu stören“ und sie auf die vermeintlichen „Missstände in der Tierhaltung“ aufmerksam zu machen.

Bürgerinnen und Bürger wurden im Anschluss an die Demo eingeladen, im Quartier der Aktivsten in Quakenbrück vorbeizukommen, um über Alternativen und Lösungen für die Tierhaltung zu diskutieren.

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