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Tierseuche

Vogelgrippe: 106.000 Hennen werden in Mecklenburg-Vorpommern gekeult

Legehennen im Stall
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
31.01.2017

Wegen der Vogelgrippe müssen die Behörden in einem Stall in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 100.000 Legehennen keulen.

Der Verdacht auf den gefährlichen Vogelgrippeerreger der sogenannten H5-Gruppe in einem Legehennenbetrieb in Schwanheide (Kreis Ludwigslust-Parchim) habe sich bestätigt, sagte eine Sprecherin des Agrarministeriums in Schwerin. Nach Angaben eines Landkreissprechers handelt es sich um den Erreger H5N8. Alle 106.000 Hennen müssten gekeult werden. Damit sollte noch am Dienstag begonnen werden.

Vogelgrippe-Epidemie in diesem Umfang hat es noch nicht gegeben

In Deutschland hat sich das Vogelgrippe-Virus H5N8 seit November stark ausgebreitet. "Die Geflügelpest ist seit 1878 in Europa bekannt. Eine Epidemie mit diesem jetzigen Umfang hat es seitdem in Deutschland nicht gegeben", sagte Thomas Mettenleiter, Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Es sei nicht abzusehen, wann das Infektionsgeschehen abflaue. "Eine Prognose wäre Kaffeesatzleserei. Fest steht: Es gibt keinen Grund für eine Entwarnung." Inzwischen zirkuliert ein weiterer Virus-Typ: H5N5.

Mit Material von dpa
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