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Niedersachsen

Vogelgrippe: 50.000 Puten über Weihnachten getötet

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Anke Fritz, agrarheute
am
26.12.2016

Die Vogelgrippe greift auf immer mehr Mastställe in Niedersachsen über. Mehr als 50.000 Puten werden wegen der Geflügelpest über die Weihnachtstage getötet.

Die Vogelgrippe in Niedersachsen weitet sich aus. Nach einem Ausbruch in einem Maststall in Dötlingen wurde ein Vogelgrippe-Virus vom Typ H5 in einem Puten-Maststall im Landkreis Cloppenburg entdeckt, wie das niedersächsische Landwirtschaftsministerium am Sonntag (25. Dezember) mitteilte.

Bestätigt das Friedrich-Loeffler-Institut den Verdacht, dass es sich ebenfalls um den hochansteckenden Erreger H5N8 handelt, wäre es der vierte Fall in einem niedersächsischen Putenmastbetrieb. Insgesamt werden demnach über die Weihnachtstage vorsichtshalber mehr als 50.000 Puten in Niedersachsen getötet. Im Landkreis Oldenburg gilt wie in weiten Teilen Niedersachsens seit vielen Wochen eine Stallpflicht für Geflügel.

Vogelgrippe: Tiere im Landkreis Vechta getötet

Darunter fallen auch rund 21.000 Tiere aus Ställen im Landkreis Vechta. Hier wurde zwar bislang kein erkrankter Vogel gefunden, aber es bestehe ein erhöhtes Risiko, hieß es. In beiden Betrieben war nach Angaben des Landkreises der gleiche Futtermeister im Einsatz wie in dem betroffenen Stall in Dötlingen.

Vogelgrippe: Keulung soll Ausbreitung verhindern

Die Tötung der Puten sollte am Sonntagabend (25. Dezember) abgeschlossen sein. Auch in Dötlingen wurden am Sonntag alle 10.000 Puten des betroffenen Betriebes gekeult. Die Tiere sollten mit Gas getötet und anschließend in einem Spezialbetrieb verbrannt werden, um eine weitere Verbreitung des Virus' zu verhindern. Wie die Krankheit in den Betrieb gelangte, war zunächst unklar.

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