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Geflügelpest

Vogelgrippe-Bilanz: Über 600.000 Tiere wurden bisher getötet

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Anke Fritz, agrarheute
am
14.02.2017

So schlimm wie dieses Jahr war die Vogelgrippe noch nie, sagt Agrarminister Christian Schmidt. Über 600.000 Tiere mussten bisher getötet werden.

Die Vogelgrippe ist nach wie vor in Deutschland präsent. Ein Ende ist nicht absehbar. Zur Bekämpfung der Vogelgrippe in Deutschland sind inzwischen mehr als eine halbe Million Hühner, Puten und Enten getötet worden.

Von November bis zum Montag betraf dies 622.398 Tiere in Beständen mit nachgewiesener Geflügelpest, wie Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) mitteilte. Nach Angaben der Bundesländer wurden weitere 154.000 Tiere vorsorglich ohne positiven Befund auf den Erreger H5N8 getötet. In diesen Regionen gilt nach wie vor die Stallpflicht.

Schadenshöhe für Geflügelhalter noch unbekannt

Wie groß der Schaden für die betroffenen Betriebe ist, sei der Bundesregierung nicht bekannt, antwortete das Agrarministerium auf eine Anfrage der Grünen. Es verwies auf eine Schätzung der Landesregierung Niedersachsen, nach der sich für einen Betrieb von 14.000 Puten ungefähr 63.000 Euro für das Töten der Tiere und 10.750 Euro für Reinigung und Desinfektion ergeben.

Folgen der Vogelgrippe: Freilandeier werden knapp

Für die Verbraucher hat die Vogelgrippe Folgen beim Eierkauf: Wenn Hühner länger als zwölf Wochen im Stall bleiben müssen, dürfen ihre Eier nicht mehr als Freilandeier verkauft werden. Daher sollen Bauern die Möglichkeit bekommen, ihre Eier mit einem Aufkleber zu kennzeichnen: «Vorübergehend zum Schutz unserer Legehennen Eier aus Bodenhaltung (mit Wintergartenauslauf)».

Mit Material von dpa
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