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Geflügel

Vogelgrippe: Datenbank hilft bei der Bekämpfung

von , am
17.04.2013

DIe Chinesische Regierung will die Bekämpfung der Vogelgrippe vorantreiben und hat die genetischen Sequenzen des verbreiteten Vogelgrippe-Erregers H7N9 in der GISAID-Datenbank veröffentlicht.

Die GISAID-Datenbank liefert grundlegende Informationen für Bekämpfungsstrategien und dient Forschern weltweit als Grundlage für die Erkenntnis, ob sich das Virus von Mensch zu Mensch überträgt.

Forscher sind weltweit vernetzt

Kurzfristig sind Erkenntnisse erforderlich, wie sich das Virus unter Vögeln ausbreitet, ob die Gefahr einer Übertragung von Mensch zu Mensch besteht und welche Grundlagen für eine Bekämpfungsstrategie bereits verfügbar sind. Um das herauszufinden, haben chinesische Wissenschaftler das Genom des Virus sequenziert und ausschließlich in die Datenbank EpiFlu der GISAID-Initiative (Global Initiative of Sharing All Influenza Data) eingestellt.
Diese ist für registrierte Nutzer öffentlich und weltweit erreichbar. Forscher aus mehr als 200 Ländern stellen darin genetische und epidemiologische Informationen zu Grippeviren, insbesondere wenig erforschten und neuen Erregern, unentgeltlich zur Verfügung. Die Datenbank vernetzt sich mit Partnern weltweit, um genaue Antworten zu auftretenden Problemen, wie aktuell zum H7N9-Virus, zu geben.

Datenbank wurde in Deutschland ins Leben gerufen

Für die Wissenschaftler, die das H7N9-Virus untersuchen, ist die GISAID-Datenbank eine wichtige Bezugsquelle. Sie wird seit dem Jahr 2011 im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV) von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) betrieben. Die Qualitätskontrolle der Daten erfolgt am Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit. "Mit der Gastgeberrolle gibt die Bundesrepublik Deutschland das notwendige Vertrauen in die Stabilität und Integrität der GISAID-Plattform und trägt damit wesentlich zum Erfolg der Initiative bei", unterstreicht Peter Bogner, Initiator und Präsident der GISAID-Stiftung.
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